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Forschungsgebiet Entsorgung radioaktiver Abfälle

 

Der in Deutschland präferierte Entsorgungsweg Endlagerung sieht vor, radioaktive Abfälle nach dem Isolationsprinzip durch Einlagerung in tiefen geologischen Formationen langfristig sicher und nachsorgefrei zu beseitigen. Motivation für diesen Entsorgungsweg sind die Freistellung nachfolgender Generationen von der Verantwortung für den Umgang mit den Abfällen und der nachsorgefreie dauerhafte Schutz der Biosphäre vor den gesundheitsschädigenden Wirkungen der Abfälle. Im Zentrum dieses Entsorgungsweges steht die Identifizierung geeigneter Geosysteme im tieferen geologischen Untergrund, die zugleich hinreichende Zugänglichkeit (bautechnische Machbarkeit), notwendiges Isolationspotential (hinreichende Barrierenintegrität) und zuverlässige Prognosenfähigkeit (geotektonische Stabilität) aufweisen. Nach Stilllegung und Verschluss der Anlage sind eine weitere Überwachung und Kontrolle nicht vorgesehen.

Niedersachsen ist das Bundesland, in dem die mit Abstand meisten und wichtigsten Aktivitäten und Projekte in Zusammenhang mit der Endlagerung radioaktiver Abfälle erfolgen und auch zukünftig zu erwarten sind. Des Weiteren sind auch die Betreiberinstitution, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), sowie eine Reihe von für den Betreiber tätigen Institutionen in Niedersachsen positioniert.

Es ist daher folgerichtig, dass das EFZN im Forschungsgebiet „Endlagerung radioaktiver Abfälle“ interdisziplinäre Forschungsaufgaben zur Endlagerung radioaktiver und anderer schadstoffhaltiger Abfälle in den Bereichen Geomechanik, geotechnische Barrieren, Mineralogie und Salzlagerstätten, Hydrogelogie und ‑geochemie mit folgenden Schwerpunkten durchführt:

  • Analytische Bewertung von Endlagersystemen mithilfe numerischer THMC-Modellierung
  • Langzeitsicherheit und Barrierenintegrität von Untertagedeponien und Endlagern
  • Sicherheitsanalyse und Sicherheitsnachweise für Endlager
  • vergleichende Bewertung potenzieller Endlagerstandorte
  • Nachweis des vollständigen Einschlusses von Abfallstoffen in Salzkavernen

 

Kontakt:

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig
Tel:     +49 (0) 5323/72-4920
Fax:    +49 (0) 5323/72-2810
Email:  klaus.roehlig@tu-clausthal.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Heinz Lux
Tel:          +49 (0)5323 72 2224
Fax:         +49 (0)5323 72 2341
eMail:    lux@tu-clausthal.de

Prof. Dr. rer. nat. Kurt Mengel
Tel:     +49 (0) 5323/72-3143
Fax:    +49 (0) 5323/72-2810
Email:  kurt.mengel@tu-clausthal.de

 

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