EFZN



Forschungsgebiet Recycling

Knappe, teure Rohstoffe einerseits, wachsende Müllberge andererseits – wie man aus beidem energie- und ressourceneffizient sowie umweltfreundlich den Grundstoff für die Produktion neuer Waren und Anlagen macht, ist Gegenstand des Forschungsgebiets Recycling.

Recycling bedeutet jedoch nicht nur die Rückführung knapper stofflicher Ressourcen in den Wirtschaftskreislauf, Recycling trägt auch wesentlich zur Einsparung an Energie in Produktionsprozessen bei. Beispielhaft hierfür kann der Aufwand zur Erzeugung von Aluminium aus dem primären Rohstoff Bauxit im Vergleich zur Erzeugung aus effizient aufbereiteten Aluminiumschrotten angeführt werden. Die Erzeugung von Aluminium ist grundsätzlich sehr energieintensiv, die Erzeugung dieses zentralen Werkstoffs aus Schrotten benötigt nach dem heutigen Entwicklungsstand jedoch nur knapp 12 % der Energiemenge, die für die Erzeugung aus Bauxit aufzuwenden ist. Und die Entwicklungen in der Recyclingtechnologie sind noch nicht einmal ausgereizt.

Ähnlich sieht die Bilanz bei vielen anderen Rohstoffen, insbesondere bei den Bunt-, Edel- und Sondermetallen aus, die zudem in Abfällen oft in viel höheren Konzentrationen auftreten als in den primären Rohstoffen. Viele dieser Metalle wie Indium oder Neodym aber auch Lithium unterliegen zusätzlich einer weltweiten Verknappung und dies, weil gerade viele dieser Metalle in zunehmendem Maße Anwendung in Energietechnologien gefunden haben, so z.B. Lithium in Traktionsbatterien für die Elektromobilität oder Indium in Photovoltaik-Anlagen.

Nur durch eine intensive Weiterentwicklung und enge Verzahnung von Rückführung, Aufbereitung und Verwertung sind noch ungenutzte Rohstoff- und Energiepotentiale zu heben.

Niedersachsen ist sowohl in der Industrie als auch in Forschungsinstitutionen eine der wenigen Schwerpunkt-Regionen in Deutschland die die Kompetenzen für größere Schritte bündeln können.

Folgerichtig fügt sich das Forschungsgebiet Recycling als ein wichtiger Baustein in das Gesamtkonzept des EFZN ein.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Daniel Goldmann
Tel:     +49 (0) 5323/72-2735
Fax:    +49 (0) 5323/72-2353
Email:  daniel.goldmann@tu-clausthal.de

 

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