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EFZN-Forschungseinrichtung Drilling Simulator Celle eingeweiht



Schlüsselübergabe (von links): Professor Hans-Peter Beck (EFZN), TU-Präsident Professor Thomas Hanschke, Professor Joachim Oppelt (Direktor des DSC), Celles Bürgermeister Ulrich Mende und Thomas Großmann (Architekt). Foto: Ernst

Celle. Das Forschungszentrum Drilling Simulator Celle (DSC), das von der Technischen Universität Clausthal mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) betrieben wird, ist am 18. Oktober offiziell eingeweiht worden. Zuvor war an dem Zentrum für Tiefbohrforschung der Teststand für die Versuche im Großmaßstab komplett fertiggestellt worden. Damit ist das 10-Millionen-Euro-Projekt DSC vollständig funktionsfähig.

„Der heutige Einweihungstag des Drilling Simulator Celle ist ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des EFZN. Langfristig verfolgen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihrer Forschung das Ziel, Tiefbohrungen für Geothermie sowie unterirdische Speicher kostengünstiger und sicherer zu machen“, sagte EFZN-Vorstandssprecher Professor Hans-Peter Beck. Zugleich verwies er auf die gute Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bei der Umsetzung des Vorhabens und unterstrich die besondere Bedeutung des Drilling Simulator für die niedersächsische Energieforschung. Beleg dafür ist auch ein 3,8-Millionen-Euro-Verbundprojekt der EFZN-Universitäten Braunschweig und Clausthal zur Optimierung tiefer Geothermie-Bohrungen – gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) –, das im August 2016 am DSC begonnen hat.

Bei allen Forschungsvorhaben – auch mehrere Industrieprojekte laufen bereits – kommt dem Drilling Simulator sein Standort zugute. „Die Ansiedlung am Standort der deutschen Bohr- und Service-Industrie in Celle bietet Gewähr für eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Industrie, die sich in Celle im Verein GeoEnergy zusammengeschlossen hat“, so Professor Joachim Oppelt, TU Clausthal, der seit März 2015 Direktor des DSC ist. Im Sommer dieses Jahres hatten Professor Oppelt und sein Team Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zu Gast. Als niedersächsische Forschungsministerin hatte sie das Zentrum für Tiefbohrforschung einst mit auf den Weg gebracht und sich nun über die erfreuliche Entwicklung informiert.

Die Grundsteinlegung des DSC in Celle war im Mai 2013 erfolgt. Das Land Niedersachsen stellte aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund fünf Millionen Euro für den Bau zur Verfügung. Aus Landesmitteln kamen noch einmal rund vier Millionen Euro hinzu, mit denen auch die wissenschaftliche Ersteinrichtung finanziert wurde. Die TU Clausthal leistete einen zusätzlichen Eigenanteil von 700.000 Euro. Daneben unterstützten das EFZN, die Stadt Celle und der GeoEnergy e.V. den Aufbau des Forschungszentrums mit weiteren Mitteln.

Auf einem Grundstück von 9000 Quadratmetern ist ein zweigeschossiges Gebäude entstanden. Es besteht aus einer Versuchshalle, einem Zwischenbau und einem Bürogebäude, insgesamt ist es 1448 Quadratmeter groß. Bis 2020 läuft die sogenannte Aufbauphase für die Tiefbohrversuchsanlage in Celle, an der schon sehr bald bis zu 15 Wissenschaftler forschen werden. Die Projekte beziehen sich sowohl auf Software- als auch auf Hardware-Simulationen.

(Mit Material der Pressemitteilung der TU Clausthal vom 18.10.2016)

Kontakt:

Christian Ernst

TU Clausthal

Pressesprecher

05323/72 3904

christian.ernst@tu-clausthal.de








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19.10.2016 09:53
 

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