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Forschungsinstitut NEXT ENERGY wird zum DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme: Oldenburg neuer Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt



Institutsdirektor und EFZN-Vorstand Prof. Dr. Carsten Agert freut sich über die Zustimmung des DLR-Senats: „Das ist eine großartige Anerkennung unserer bisherigen Arbeit.“ Foto:DLR

Das bisherige NEXT ENERGY-Institutsgebäude im Oldenburger Stadtteil Wechloy ist ab sofort Sitz des DLR-Instituts für Vernetzte Energiesysteme. Foto: DLR

Das Institut für Vernetzte Energiesysteme wird sich verstärkt auf die Entwicklung systemorientierter Technologien fokussieren. Foto: DLR

Oldenburg/Köln. Aus NEXT ENERGY wird das DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme. Als „Institut für Vernetzte Energiesysteme“ wird die Oldenburger Forschungseinrichtung um Institutsdirektor und Vorstand des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN), Prof. Dr. Carsten Agert, ab sofort die Energieforschung beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) thematisch ergänzen und bereichern. Damit endet die Ära des EWE Forschungszentrums NEXT ENERGY. Ermöglicht wurde der Wechsel durch den Deutschen Bundestag, der Ende 2016 rund 42 Millionen Euro für den Aufbau von bundesweit sieben neuen DLR-Instituten bewilligt hatte. NEXT ENERGY wurde 2009 eröffnet und mit Mitteln des Oldenburger Versorgungsunternehmens EWE AG finanziert.

DLR-Senat stimmt Zukunftskonzept zu

Mit der Zustimmung des DLR-Senats am 28. Juni 2017 hat das Zukunftskonzept des Oldenburger Instituts die letzte Hürde für die Integration ins DLR genommen. „Wir freuen uns, dass wir jetzt ein Teil der großen DLR-Familie sind. Es ist eine großartige Anerkennung unserer bisherigen Arbeit und ein immenser Reputations-Gewinn für den Energieforschungsstandort Oldenburg“, sagt Prof. Agert. Er hebt das Engagement zahlreicher Förderer hervor: „Ohne politische Unterstützung hätten wir diese Erfolgsgeschichte nicht schreiben können. Deshalb gilt mein ganz besonderer Dank dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Niedersächsischen Landesregierung sowie den Oldenburger Bundestagsabgeordneten Stephan Albani, Peter Meiwald und Dennis Rohde. Und mein ganz besonderer Dank gilt selbstverständlich der EWE AG, deren jahrelange Grundfinanzierung unsere Entwicklung überhaupt erst möglich gemacht hat.“

Stärkung für die DLR-Energieforschung

Für das DLR ist das neue Institut im Nordwesten eine wertvolle Ergänzung des bestehenden Portfolios. „Mit diesem Schritt können wir unsere Energieforschung weiter stärken. Der neue DLR Standort in Oldenburg verfügt über hervorragende Kompetenzen und eine exzellente Infrastruktur“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund. „Mit der Systemintegration und den Netztechnologien und dem Energiemanagement halten neue Themen Einzug ins DLR, die zudem auch relevant sind im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung des Energiesystems.“

Systemische Forschung rückt in den Fokus

Künftig wird sich das Institut für Vernetzte Energiesysteme vorrangig auf die Entwicklung von systemorientierten Technologien und Konzepten für eine nachhaltige Energieversorgung fokussieren. Ziel des neuen Ansatzes ist es, trotz Wetterabhängigkeit und mit zunehmend dezentralen Strukturen ein stabiles und effizientes Energiesystem sicherzustellen. „Hier blicken wir zum Beispiel auf Synergieeffekte, die sich durch die sogenannte Sektorenkopplung ergeben, etwa durch die Einbeziehung des elektromobilen Verkehrssektors in die Planung von Speicherkapazitäten für Strom“, erklärt Agert.

Im neuen Forschungsportfolio werden auch Themen zur Netzmodellierung und Netztechnologien vertreten sein. Auch die Modellierung und die Technologiebewertung von Energiesystemen gewinnen an Relevanz. Auf diesem Feld der Energiesystemanalyse werden die Oldenburger Wissenschaftler künftig mit dem Stuttgarter DLR-Institut für Technische Thermodynamik kooperieren. Eine weitere Forschungsachse Oldenburg–Stuttgart wurde im Brennstoffzellenbereich geschaffen.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck, Vorstandsvorsitzender des EFZN, freut sich über die neuen Kooperationsmöglichkeiten mit dem DLR-VE: „Daraus ergeben sich erhebliche Synergieeffekte mit den EFZN-Forschungsschwerpunkten. Aus niedersächsischer Sicht kommt es nun darauf an, die im EFZN betriebene universitäre Verbundforschung mit Unterstützung des Bundes über das DLR-VE voran zu bringen."

 

Ansprechpartner für Medienvertreter:

Heinke Meinen

Pressereferent

Tel. (0441) 999 06 -104

heinke.meinen@dlr.de

 

DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme e. V.

Carl-von-Ossietzky-Straße 15

26129 Oldenburg

Tel. (0441) 999 06 -0

www.DLR.de/ve








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29.06.2017 14:48
 

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