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DLR weiht Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg ein



Enthüllung der neuen Eingangsstele: (v.l.n.r.) Professor Karsten Lemmer (DLR-Vorstand für Energie und Verkehr), Dennis Rohde (Mitglied des Bundestages), Stephan Albani (Mitglied des Bundestages), Professor Pascale Ehrenfreund (DLR-Vorstandsvorsitzende), Stephan Weil (Ministerpräsident Niedersachsen), Thomas Bareiß (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Professor Carsten Agert (Direktor Institut für Vernetzte Energiesysteme und EFZN-Vorstandssprecher). Foto: DLR

Oldenburg. Die Energieforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Knapp ein Jahr nach dem Beschluss zur Aufnahme von sieben neuen Instituten ist das Oldenburger Institut für Vernetzte Energiesysteme nach thematischer und struktureller Neuausrichtung am 31. Mai 2018 mit einem großen Festakt symbolisch als neuer DLR-Forschungsstandort eingeweiht worden. Das Institut mit seinen rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist aus dem im Jahr 2007 gegründeten EWE-Forschungszentrum NEXT ENERGY hervorgegangen und widmet sich heute systemorientierten Lösungskonzepten für die zukünftige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

Das Energiesystem der Zukunft gestalten

Im Beisein von 120 geladenen Gästen, darunter Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thomas Bareiß, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, unterstrich die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund die Bedeutung des Oldenburger Instituts für das DLR: "Unsere Energieforschung hat verschiedene Technologien entscheidend vorangebracht, vom solarthermischen Kraftwerk bis zur Brennstoffzelle. Unserem neuen DLR Institut für Vernetzte Energiesysteme kommt jetzt die Aufgabe zu, aus dieser Vielzahl an Technologien und dezentralen Einzelanlagen ein zuverlässiges Energiesystem zu gestalten. Dieses System muss nicht nur wirtschaftlich und nachhaltig sein, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert werden." Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Forschungsbereiche des DLR bietet dafür einzigartige Voraussetzungen.

Investition in die Zukunft

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil betonte die große Bedeutung von innovativer Energieforschung: "Sie ist ein zentrales Element für das Gelingen der Energiewende. Wir haben deshalb als Landesregierung die Energieforschung ins Zentrum unserer Förderpolitik gerückt." Vor diesem Hintergrund sieht er die Entwicklung in Oldenburg positiv: "Es freut mich sehr, dass das ehemalige Energieforschungsinstitut NEXT ENERGY künftig als DLR-Institut eine noch wichtigere Rolle einnehmen wird. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bund und Land sind eine gute Investition in die Zukunft."

Abstimmung auf Verbrauchsverhalten von Industrie und Gesellschaft

Die neue Trägerschaft fördere eine zielgerichtete und lösungsorientierte Forschung, bestätigte Institutsdirektor und EFZN-Vorstandssprecher Prof. Dr. Carsten Agert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Niedersächsische Landesregierung hätten bei der Integration ins DLR große Unterstützung geleistet und sich dabei von zukunftsorientierten Sachthemen leiten lassen. "Auf Basis dieses Engagements können wir künftig die Gestaltung eines Energiesystems vorantreiben, das ganz wesentlich aus erneuerbaren Energien gespeist wird. Die technischen Herausforderungen liegen dabei in der wetterabhängigen Erzeugung von Wind- und Sonnenstrom, die zudem in einer großen Anzahl vergleichsweise kleiner Anlagen mit unterschiedlichen Technologien erzeugt werden", erläuterte Agert. "Eine wesentliche Aufgabe unserer Wissenschaftler wird darin bestehen, das Zusammenwirken dieser Einzelanlagen zu optimieren, zuverlässig mit dem Verbrauchsverhalten von Industrie und Gesellschaft in Einklang zu bringen und einen stabilen Betrieb der Stromnetze sicherzustellen."

Sektorenkopplung für ein effizienteres Gesamtsystem

Ein entscheidender Ansatz für die Gestaltung künftiger Energiesysteme wird die Sektorenkopplung sein. Bislang sind der Mobilitätssektor und die Bereitstellung von Wärme nur punktuell ans Stromnetz gekoppelt. Um zu einem intelligenten und effizienten Gesamtsystem zu gelangen, treibt das Institut die Verschmelzung dieser Systeme voran, um zum Beispiel Anlagen zur Wärmeerzeugung oder Elektrofahrzeuge enger mit dem Stromnetz zu verknüpfen. Für einzelne Wohngebäude bis hin zu Wohnquartieren und ganzen Städten entsteht so ein vernetztes Energiesystem, das auf allen Ebenen sektorenübergreifend maximale Flexibilität ermöglicht.

 

 

Kontakt:

Heinke Meinen

Pressereferent

Telefon: 0441 999 06 104

E-Mail: heinke.meinen@dlr.de

 

DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme e. V.

Carl-von-Ossietzky-Straße 15

26129 Oldenburg

www.DLR.de/ve








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04.06.2018 12:58
 

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