
In Niedersachsen wird an vielen Einrichtungen Energieforschung betrieben, um die Abhängigkeit von endlichen fossilen Energieträgern künftig zu mindern und neue Lösungen zu entwickeln, die zu einer nachhaltigen Energienutzung führen. Die Fragen zur Energiegewinnung und -veredelung oder auch zur Entsorgung von Abfallprodukten der Energieerzeugung werden jedoch umfassender und komplexer. Sie können nur in der Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen gelöst werden. Es fehlt bislang eine Fokussierung, welche die gesamte Energiekette in den Blick nimmt und die gegenseitigen Abhängigkeiten disziplinübergreifend bei der Problemanalyse und -lösung einbezieht.
Diese Lücke soll das auf Dauer angelegte Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) schließen, eine wissenschaftliche Einrichtung der TU Clausthal in Kooperation mit den Universitäten Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg. Es behandelt Fragen zur gesamten Energiegewinnungs- und Energieverwertungskette von der Rohstoffquelle bis zur Entsorgung. Dafür werden unter seinem Dach Forscherinnen und Forscher aus den Disziplinen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Rechtswissenschaften sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zusammengeführt. Auf diese Weise soll eine fächerübergreifende Energieforschung ermöglicht werden.
Im Gegensatz zu anderen Forschungsprojekten, bei denen mehrere Universitäten oder Institute beteiligt sind, werden im EFZN alle der etwa 80 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Ort gemeinsam forschen und miteinander kommunizieren. Durch diese lokale Konzentration soll der Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen dauerhaft vorangebracht werden. Sitz des EFZN ist Goslar.
Weitere Informationen zum EFZN können Sie den nachfolgenden Unterseiten entnehmen.