EFZN



Pumpspeicher 2013

Unkonventionelle Pumpspeicher – Schlüsseltechnologie

der zukünftigen Energielandschaft?


1. Pumpspeicher-Tagung des EFZN für transdisziplinären Dialog
20. + 21. November 2013 im Tagungshotel Der Achtermann

Konzeptbild eines Pumpspeichers untertage vom EFZN

Unkonventionelle Pumpspeicher waren das Thema der zweitägigen Fachtagung des EFZN der TU Clausthal. Über 140 Teilnehmer tauschten sich über die vielfältigen Konzepte der Pumpspeicherung aus – ein Themenkomplex der insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende zunehmend an Brisanz gewinnt.

Prof. Dr. Wolfgang Busch, der gemeinsam mit Friederike Kaiser die Tagung initiierte und durchführte, erklärt: „Unser Ziel, auf der Tagung die vielseitigen Konzepte zur Weiterentwicklung der Pumpspeichertechnologie aus Sicht von Umwelt, Technik, Politik und Gesellschaft gegenüber zu stellen und den weiteren Forschungsbedarf aufzuzeigen, ist auf sehr große positive Resonanz gestoßen. In Goslar wurden Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik zum Austausch zusammengeführt um zu klären, welche Rolle Pumpspeicher zukünftig tatsächlich einnehmen können.“

Pumpspeicherkraftwerke gelten als ein entscheidendes Element für das Gelingen der Energiewende. Sie sollen dazu dienen, die zeitliche Lücke zwischen Stromeinspeisung regenerativer Energieträger und den Spitzenverbrauchszeiten zu schließen. Dennoch ist die praktische Realisierung auf Grund ihres großen Platz- und Landschaftsbedarfs schwierig zu gestalten. Genau an dieser Stelle versuchen vielseitige unkonventionelle Konzepte anzuknüpfen und konventionelle Pumpspeicher zu ergänzen.

Prof. Busch zieht Bilanz: „Die Tagung hat eindrucksvoll bestätigt, dass Deutschland Pumpspeicher zur Erhaltung der Versorgungssicherheit benötigt. Die heute vorhandene Kapazität reicht in der Zukunft jedoch nicht aus. Konventionelle und unkonventionelle Pumpspeicher sowie insbesondere die Rahmenbedingungen sind weiter zu entwickeln, um den notwendigen Investitionen wirtschaftliche Anreize zu geben. Unkonventionelle Pumpspeicher besitzen das Potential und die Flexibilität, den Bedarf aufgabenspezifisch und umweltschonend zu stillen. Dringend erforderlich ist jedoch eine Bewertung der Konzepte mit einheitlichen Kriterien, um die verschiedenen Konzepte objektiv miteinander vergleichen und den verschiedenen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen entsprechend optimal einsetzen zu können. Es ist absehbar, dass zukünftig Speicher mit unterschiedlichen Kapazitäten und Einsatzzeiten benötigt werden. Deswegen werden in Deutschland zukünftig sicher unterschiedliche Arten und Typen zum Einsatz kommen.“

Abschließend betonte Prof. Busch: „Die Teilnahme des Oberbürgermeisters der Stadt Goslar, Herrn Dr. Junk, sowie die des Landrates des Landkreises Goslar, Herrn Brych, unterstreichen die Bedeutung des Themas auch für unsere Region. Die Aussage eines Tagungsteilnehmers „Das war seit langem die beste Konferenz, an der ich teilgenommen habe" ist Ausdruck der sehr positiven Resonanz auf Thema und Durchführung der Tagung. So ist es nicht verwunderlich, dass wir einhellig aufgefordert wurden, diese Veranstaltung bereits im kommenden Jahr zu wiederholen!“

Quelle: Schluchtseewerk AG; Fotalia.com/ferkelraggae

Kontakt

Energie-Forschungszentrum Niedersachsen

Friederike Kaiser

Am Stollen 19

38640 Goslar

+49 (5321) 3816-8096 (fon)

+49 (5321) 3816-99-8096 (fax)

E-Mail: koordination@psw.efzn.de

 

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