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2016: Systemdienstleistungen für das Stromnetz bis 2030 – die Rolle von Kleinanlagen und Erneuerbare Energien-Anlagen

Thema der Tagung

Veranstaltungsort der Göttinger Energietagung ist seit 2009 der historische Bibliothekssaal in der Göttinger Paulinerkirche. Foto: SUB Göttingen/Martin Liebetruth

Die Energiewende verändert das Stromsystem in Deutschland grundlegend. Bis zum Jahr 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf mindestens 80 Prozent erhöht werden, bis zum Jahr 2035 auf 55–60 Prozent. Zudem werden die letzten Atomkraftwerke im Jahr 2022 vom Netz gehen. Dies stellt hohe Anforderungen an das Stromversorgungssystem, um weiterhin eine sichere Versorgung zu gewährleisten.

Wesentlich für eine sichere Stromversorgung sind Systemdienstleistungen wie insbesondere Frequenz- und Spannungshaltung, Betriebsführung und Engpassmanagement sowie Versorgungswiederaufbau. Heute werden Systemdienstleistungen überwiegend von konventionellen Kraftwerken erbracht, die zukünftig aber in immer geringerem Maße zur Verfügung stehen. Daher müssen Kleinund Erneuerbare Energien-Anlagen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen für das Stromnetz bereits im Jahr 2030 eine zentrale Rolle übernehmen.

Um die Rolle von Klein- und Erneuerbare-Energien-Anlagen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen im Jahr 2030 bewerten zu können, stellt sich eine Vielzahl von Fragen: Wie sieht der zukünftige Bedarf an Systemdienstleistungen aus? Was ist die zukünftige Rollenverteilung zwischen Übertragungs- und Verteilernetzbetreiber? Welcher rechtliche Rahmen ist zu beachten? Welche technischen Möglichkeiten haben Klein- und Erneuerbare Energien-Anlagen als Erbringer von Systemdienstleistungen? Welche Geschäftsmodelle kommen in Betracht? Diese Fragestellungen werden im Rahmen von Plenarvorträgen vorgestellt. In vertiefenden Fachforen können Sie die Möglichkeiten und Hindernisse für Photovoltaik- und Windenergieanlagen sowie Batteriespeicher bei der Erbringung von Systemdienstleistungen diskutieren. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Systemdienstleistungserbringung durch Windenergieanlagen auf den Färöer Inseln sowie in die Praxis virtueller Kraftwerke und in die Anforderungen des Network Codes “Requirements for Generators“ gegeben.

Die Göttinger Energietagung wird seit 2009 von der Bundesnetzagentur in Kooperation mit dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen durchgeführt. Sie richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratungsunternehmen, Behörden und Wissenschaft. Als Arbeitstagung strebt sie transdisziplinäre, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Ergebnisse an.

 

Flyer zur Tagung

Vorträge

1. Tag: Mittwoch, 18. Mai 2016

ab 9:30

Check-in und Ausgabe der Tagungsunterlagen

10:00-10:15

Begrüßung und Einführung durch die Bundesnetzagentur Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur

10:15-10:30

Begrüßung und Einführung durch das EFZN Prof. Dr. Carsten Agert, stellv. Vorstandsvorsitzender EFZN und Leiter NEXT ENERGY

10:30-11:30

Zukunft der Systemdienstleistungen Dr. Peter Hoffmann, Tennet TSO

11:30-12:15

Braucht ein Verteilernetzbetreiber Systemdienstleistungen? Dr. Sebastian Lissek, MITNETZ

12:15-13:00

Rechtlicher Rahmen Jens Vollprecht, Becker Büttner Held

13:00-14:30

Mittagspause

13:30-15:15

Möglichkeiten und Grenzen von Kleinanlagen und Erneuerbare Energien-Anlagen als Erbringer von Systemdienstleistungen Prof. Dr. Christian Rehtanz, TU Dortmund

15:30-18:00

Fachforen

Fachforum 1: Möglichkeiten und Hindernisse von Photovoltaikanlagen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen

Leitung: Prof. Dr. Bernd Engel, EFZN, TU Braunschweig und FNN

Referenten:
Dr. Christine Müller, Bundesnetzagentur
Volker Wachenfeld, SMA Solar Technology AG
Daniel Unger, TU Braunschweig
Björn Osterkamp, TU Braunschweig

Fachforum 2: Möglichkeiten und Hindernisse von Windenergieanlagen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen

Leitung: Eckard Quitmann, ENERCON

Referenten:
Manuel Glau, 50Hertz Transmission GmbH
Anne Palenberg, Bundesverband WindEnergie e. V.
Michael Schnoor dos Passos, Bundesnetzagentur

Fachforum 3: Möglichkeiten und Hindernisse von Batteriespeichern bei der Erbringung von Systemdienstleistungen Leitung:

Prof. Dr. Carsten Agert, EFZN und NEXT ENERGY

Referenten:
Simon C. Behrens, Bundesnetzagentur
Gunnar Wrede, Younicos AG
Dr. Karsten von Maydell, NEXT ENERGY

19:00

Gemeinsames Abendessen

2. Tag: Donnerstag, 19. Mai 2016

9:00

Begrüßung zum 2. Konferenztag

9:00-9:45

Berichte aus den Fachforen

9:45-10:30

Blick über den Tellerrand – Die Färöer Inseln Terji Nielsen, SEV

10:30-11:00

Kaffeepause

11:00-11:45

Systemdienstleistungen durch virtuelle Kraftwerke, Dominik Wernze, Next Kraftwerke GmbH

11:45-12:30

Network Code “Requirements for Generators” (NC RfG) Sebastian Pielken und Dr. Nawid Sadighi, Bundesnetzagentur

12:30-13:00

Conclusio Achim Zerres, Bundesnetzagentur

Ab 13:00

Schlusswort des EFZN und Ausklang Prof. Dr. Hartmut Weyer, EFZN und TU Clausthal

 

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