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2015: Bilanzkreissystem – Herzstück des Wettbewerbs und der Versorgungssicherheit

Thema der Tagung

Veranstaltungsort der Göttinger Energietagung ist seit 2009 der historische Bibliothekssaal in der Göttinger Paulinerkirche. Foto: SUB Göttingen/Martin Liebetruth

Dem Bilanzkreissystem kommt im heutigen Strommarktdesign des liberalisierten Energiemarktes herausragende Bedeutung zu. In den Bilanzkreisen werden die Ein- und Ausspeisungen saldiert. Kommt es zu Ungleichgewichten, ist die Netzstabilität gefährdet. Daher sind die Übertragungsnetzbetreiber die technisch koordinierende Stelle (Bilanzkreiskoordinator). Von den Bilanzkreisen gehen aber auch die notwendigen Markt- und Preissignale aus, um gerade in einer Welt der Erneuerbaren Energien und volatilen Einspeisungen die notwendigen Flexibilitäten nachzufragen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Rahmenbedingungen richtig eingestellt sind – z.B. durch die Bundesnetzagentur mit ihren Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS). Diese Wirkmechanismen und die Versorgungssicherheit setzen voraus, dass alle Energiemengen in der Mengenbilanzierung vorkommen, die Daten zuverlässig und unverzüglich ausgetauscht werden.

Aber was ist leistbar für Händler und Erzeuger? Wie werden Chancen und Risiken richtig verteilt? Wie umgehen mit den Trends zu Eigenversorgungsmodellen, z.B. der Wohnungswirtschaft, in denen Mengen außerhalb des Systems erzeugt und geliefert werden? Wie umgehen mit den Prognoseanforderungen für die Verteilernetzbetreiber, die verschiedene Bilanzkreise führen, und wie umgehen mit den Massenmarktkunden, die heute nach Standardlastprofilen bilanziert werden? Und wie stellen sich die europäischen Nachbarn diesen Herausforderungen, welche Regelungen kommen auf EU-Ebene? Diese und weitere aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Bilanzkreissystem sollen im Rahmen von Plenarvorträ- gen durch Experten vorgestellt und mit Ihnen diskutiert werden. Zur inhaltlichen Vertiefung finden darüber hinaus Fachforen zu den Themenbereichen Bilanzierung im Massenmarkt, Energiekonzepte der Wohnungswirtschaft und Bilanzkreise der Verteilernetzbetreiber statt.


Die Göttinger Energietagung wird seit 2009 vom EnergieForschungszentrum Niedersachsen in Kooperation mit der Bundesnetzagentur durchgeführt. Sie richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratungsunternehmen, Behörden und Wissenschaft. Als Arbeitstagung für die komplexen Themen des Energiemarktes strebt sie transdisziplinäre, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Ergebnisse an.

 

Flyer zur Tagung

Vorträge

1. Tag: Dienstag, 28. April 2015

10:00 – 10:15

Zerres - Begrüßung und Einführung durch die Bundesnetzagentur

10:15 – 10:30

Weyer - Begrüßung und Einführung durch das EFZN

10:30 – 11:15

Haufe - Bilanzkreiskoordination der Übertragungsnetzbetreiber – Einführung und Überblick

11:15 – 12:00

Kunkel - Energiemengenbilanzierung - Chancen und Risiken der Energiehändler in der Versorgung

12:00 – 12:45 

Christ - Die fluktuierende Einspeisung im Bilanzkreissystem

14:30 – 15:15

Lück - Bilanzkreisvertrag, MaBis und Ausgleichsenergie: Gestaltungsnotwendigkeiten und -herausforderungen der Regulierungsbehörde

15:30 – 18:00

Fachforen:

Fachforum 1

Bilanzierung im Massenmarkt – die Zukunft der Standardlastprofile

Marcel Pongé, Netzgesellschaft Düsseldorf mbH

Bodo Meyer, Amprion GmbH

Ines Reichel, Bundesnetzagentur

Ralf Ehlers, EWE Trading GmbH

Fachforum 2

Energiekonzepte der Wohnungswirtschaft – Energieversorgung außerhalb des allgemeinen Energiesystems?

Dr. Andreas Klemm, Forum Contracting e.V.

Karsten Bourwieg, Bundesnetzagentur

Ingeborg Esser, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Fachforum 3

Bilanzkreise der Verteilernetzbetreiber

Arndt Börkey, Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.

André Eickhoff, Trianel GmbH

Jens Lück, Bundesnetzagentur

2. Tag: Mittwoch, 29. April 2015

9:00 – 9:45

Berichte aus den Fachforen

Bourwieg - Zusammenfassung Fachforum 2 - Energiekonzepte der Wohnungswirtschaft

9:45 – 10:30

Büchner/Nikogosian - Ausgleichsenergiepreise als Opportunität für notwendige Flexibilitäten

11:00 – 11:45

Walczuch - Bilanzkreissystem und Netzkodex Electricity Balancing

11:45 – 12:30

Fenn - Bilanzkreissystem – ein europäisches Modell

12:30 – 13:00

Bourwieg - Zusammenfassung und Ausblick aus Sicht der Bundesnetzagentur

13:00

Weyer - Schlusswort des EFZN

 

 

 

 

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