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Thema 2013

Im Jahr 3 nach Fukushima gehört in Deutschland die Energiewende mittlerweile zum gesellschaftlichen Alltag. Der Umbau des Energiesystems, insbesondere der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien, schreitet mit großer Dynamik voran. Viele der zu bewältigenden Herausforderungen treten erst nach und nach zu Tage, insbesondere die mit dem Umbau einhergehenden Kosten werden in der Öffentlichkeit zunehmend kritisch wahrgenommen. Damit die Energiewende bei allen betroffenen Akteuren weiterhin glaubwürdig auf eine große Akzeptanz stoßen kann, ist es in der jetzigen Phase von ganz entscheidender Bedeutung, die richtigen Weichen zu stellen.

In dieser Hinsicht kamen die Fünften Niedersächsischen Energietage im Jahr 2012 u.a. zu dem Ergebnis, dass die anstehenden langfristigen Investitionsentscheidungen bereits heute einen möglichst sicheren und langfristig stabilen Rahmen erfordern, in welchem die effektivsten effizienten Technologien ihren Platz finden können. Es bestand Einigkeit, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz in seiner jetzigen Form den Übergangsprozess zu einem „neuen“ Energiesystem nicht alleine gestalten kann. Vielmehr gelte es, die bisherige Förderung um marktwirtschaftliche Elemente zu ergänzen. Die bisherigen Entwicklungen zeigen deutlich auf, dass das deutsche Energiewirtschaftssystem ein umfangreiches neues Design auf allen Ebenen erfordert. Es offenbaren sich immer stärker die vorhandenen Fehlanreize einer stets punktuell, und damit nicht systemisch weiterentwickelten Marktumgebung: Die immer günstiger gewordenen Erneuerbaren verdrängen bspw. hocheffiziente GuD-Kraftwerke vom Markt, so dass die erforderliche Reservehaltung mehr und mehr von wirtschaftlich attraktiven Kohlekraftwerken erbracht wird. Ein nicht funktionierender Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten verstärkt die Entwicklung in diese der eigentlichen Energiewende nicht förderlichen Richtung.

An dieser Stelle setzen die Sechsten Niedersächsischen Energietage mit dem Titel „Alltag Energiewende – Welche Weichen müssen gestellt werden?“ an. Mit dem Ziel der weiteren Förderung des erforderlichen gesellschaftsübergreifenden Dialogs sind im Rahmen des Plenums am 16. Oktober Redner der Landespolitik, der Wirtschaft und der Wissenschaft geladen, die aus ihrer jeweiligen Sicht anstehende Herausforderungen und dringende Weichenstellungen der Energiewende darlegen. Hier steht u.a. die Frage im Vordergrund, welche marktlichen Elemente in das Energiewirtschaftssystem integriert werden müssen. Abgerundet wird der erste Tag durch einen Abendvortrag des Ehrenpräsidenten der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

Vertiefend finden am 17. Oktober Fachforen zu den Themen Offshore-Windenergie, Gasnetze und Integration erneuerbarer Energien, Energiewende zuhause und vor Ort, Geothermie und Untergrundspeicher sowie zur deutschen Energiewende im europäischen Kontext statt. Im Sinne der Förderung eines gesellschaftsübergreifenden Dialogs kommen auch hier jeweils Redner aus den unterschiedlichen, von der Energiewende betroffenen Bereichen zu Wort.

Die Niedersächsischen Energietage werden seit 2007 durchgeführt und haben das Ziel, Fachleute und Interessenten aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzuführen, um den transdisziplinären Dialog zur Energiepolitik zu fördern.

 

Zur Ergebnisbroschüre NET 2013

 

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