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Thema 2014

„Eine nachhaltige Entwicklung entspricht den Bedürfnissen der heutigen Generation, ohne die Möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“ (Brundtland-Report 1987).

Die Diskussionen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und in der breiten Öffentlichkeit über den Umbau des bestehenden zu einem nachhaltigen Energiesystem innerhalb der Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz sind in vollem Gange. Kaum ein Begriff nimmt derzeit in diesem Zusammenhang einen so breiten Raum ein wie der die Nachhaltigkeit. Zu definieren ist allerdings, was unter einem nachhaltigen Energiesystem zu verstehen ist, welche Kriterien dafür anzulegen sind und ob ein derartiger Umbau mittel- und langfristig realistisch ist. Der Konflikt zeigt eine Grundproblematik der heutigen Debatte auf, die vorzugsweise eine Reaktion auf aktuelle Einzelthemen wie insbesondere zu den Kosten des Umbaus erneuerbarer Energien darstellt. Der erforderliche ganzheitliche Ansatz, unter Einbeziehung nationaler und internationaler Perspektiven, gerät bei der Diskussion um die „Energiewende 2.0“ zunehmend ins Hintertreffen. So fehlt beispielsweise in der Debatte über die Kosten der Energiewende die Einsparung für die nicht erforderlichen fossilen Brennstoffe. Mittel- und langfristig kann ein Mangel an Systemverständnis jedoch zu einer Gefährdung eines nachhaltigen Umbaus des Energiesystems führen dies war bereits eine der Hauptaussagen im Rahmen der Sechsten Niedersächsischen Energietage 2013.

An dieser Stelle setzen die Siebten Niedersächsischen Energietage mit dem Titel „Nachhaltige Energieversorgung – eine Illusion oder alternativlos?“ an. Mit dem Ziel der weiteren Förderung des erforderlichen gesellschaftsübergreifenden Dialogs zum Umbau des Energiesystems werden im Rahmen des Plenums und des Abendvortrags am 8. Oktober 2014 Redner der nationalen und internationalen Energiepolitik, aus Energiewirtschaft und Industrie sowie aus der Wissenschaft aus ihren jeweiligen Blickwinkeln beurteilen, welche Voraussetzungen ein nachhaltiger Umbau des Energiesystems erfordert und ob dieser aus heutiger Perspektive „illusorisch oder alternativlos“ ist. Zur inhaltlichen Vertiefung werden am 9. Oktober alle maßgeblichen Energiesektoren in Fachforen zu den Themen „Die Verstromung der Zukunft“, „Nachhaltige Energiewende mit Wärme und Gas“, „Effiziente Energieversorgung in Produktionsprozessen: Grünes Denken trifft schwarze Zahlen“, „Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität“ und „Gestaltungsoptionen im gesellschaftlichen Transformationsprozess der Energiewende“ behandelt. Im Sinne der Förderung eines disziplinübergreifenden Dialogs kommen auch hier Redner der verschiedenen Fachdisziplinen zu Wort. Die Niedersächsischen Energietage werden seit 2008 unter organisatorischer Leitung des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen durchgeführt und haben das Ziel, Fachleute und Interessenten aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzuführen, um den erforderlichen transdisziplinären Dialog zur Transformation des Energiesystems zu fördern.

Hier finden Sie den Flyer zu den net2014

Hier finden Sie die Ergebnisbroschüre zu den net2014

 

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