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Thema 2015

Bereits der Titel der diesjährigen Niedersächsischen Energietage (NET) zeigt die vielfältigen Interessenskon­flikte bei der Umsetzung der Energiewende. Auch die jüngste Diskussion um die Klimaabgabe von Braunkoh­lekraftwerken hat gezeigt, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen vom neuen Strommarktdesign 2.0 gibt. Die Debatte hat zudem gezeigt, dass der Strombereich nicht mehr isoliert betrachtet werden kann. Wenn die Klimazie­le erreicht werden sollen, müssen vor allem die Potentiale im Wärmebereich adressiert werden. In Kombination mit erneuerbarem Strom lassen sich hier systemische Lö­sungen finden, zu denen jeder Akteur seinen Beitrag leis­ten kann. Dies betrifft nicht nur die klassischen Marktteil­nehmer, sondern auch neue Akteure müssen ihre Rolle im System finden und sich behaupten (z. B. abschaltbare Aluminiumschmelzöfen).

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des Eröff­nungsplenums der 8. NET am 30. September 2015 in der Kaiserpfalz Goslar erstmalig zwei Panel zu den Themen "Wieviel Staat brauchen Energiemärkte?" und "Stiefkind Wärmemarkt - warum kommen wir da nicht voran?" un­ter der Teilnahme von Rednern aus Energiepolitik, Ener­giewirtschaft, Industrie, Gesellschaft und Wissenschaft angeboten. Moderiert wird das Plenum von Herrn Franz Lamprecht, Chefredakteur der Energiewirtschaftlichen Tagesfragen (et).

Zur inhaltlichen Vertiefung fin­den am 1. Oktober fünf paral­lele Fachforen zu folgenden Themen statt: Betriebe in der Energiewende - vom Impuls zur Innovation; Digitalisierung in der Energiewirtschaft - Weg­bereiter für Flexibilisierung und innovative Geschäftsmodelle; Bioenergie als Systemdienst­leister; Kommunikation und Akzeptanz von Infrastruktur­maßnahmen sowie zur Stadt der Zukunft. Im Sinne der För­derung eines disziplinübergrei­fenden Dialogs kommen auch hier Redner der verschiedenen Fachdisziplinen mit dem Ziel zu Wort, Vorschläge für ein neues Marktdesign zu unterbreiten.

Die Niedersächsischen Energietage werden seit 2008 un­ter organisatorischer Leitung des Energie-Forschungszen­trums Niedersachsen durchgeführt und haben das Ziel, Fachleute und Interessenten aus Gesellschaft, Politik, Ver­waltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzuführen, um den erforderlichen transdisziplinären Dialog zur Trans­formation des Energiesystems zu fördern.

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