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Thema 2016

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Die Energiewende ist eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Auch wenn bisher bei der Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien große Fortschritte erzielt wurden, befinden wir uns erst ganz am Anfang eines langfristigen Prozesses. Eine wesentliche Forderung der niedersächsischen Landesregierung ist es daher, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine umfassende Sektorkopplung zu schaffen. Mit der gerade abgeschlossenen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, kurz EEG, ist der Bundesgesetzgeber diesem Ansatz zumindest teilweise gefolgt. Bei anderen Aspekten ist die Bundesregierung jedoch deutlich hinter den Erwartungen der Landesregierung zurückgeblieben. Die mit der Energiewende einhergehende nahezu vollständige Dekarbonisierung aller Sektoren wird erhebliche Auswirkungen auf alle Akteure des Energiesystems haben. Im Fokus der aktuellen politischen Diskussion steht neben der zentralen sowie dezentralen Speicherung von elektrischer Energie insbesondere die Elektromobilität. Dabei dient der verstärkte Einsatz der Elektromobilität nicht nur dem Klimaschutz sondern ist für den Industriestandort Deutschland auch eine Notwendigkeit, um Beschäftigung und Wachstum dauerhaft zu sichern.

Darüber hinaus gilt es für das Gelingen der Energiewende die Finan­zierbarkeit sicherzustellen und einen entsprechenden Rückhalt in der Gesellschaft durch größtmögliche Transparenz der Entscheidungen und umfassende Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu schaf­fen. Hierzu werden seit 2008 die Niedersäch­sischen Energietage unter organisatorischer Leitung des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen durchgeführt. Sie haben das Ziel, Fachleute und In­teressenten aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzuführen, um den erforderlichen transdisziplinären Dialog zur Transformation des Energiesystems zu fördern. Die Veranstaltungsreihe steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Wirtschaftsmi­nister Olaf Lies. Zentrale Themen sind die Auswirkun­gen der fluktuierenden Einspeisung regenerativer Energie auf den Industriestandort Deutschland und die Gesellschaft. Im Rahmen des Eröffnungsplenums am 1. November 2016 werden in der Kaiserpfalz Goslar die Themen „Industrieversorgung bei fluktuierender Einspei­sung“ und „Transformationsprozess Energiewende – Auswirkungen auf Industrie und Arbeitswelt“ unter Teilnahme von Rednern aus Energiepolitik, Energie­wirtschaft, Industrie, Gesellschaft und Wissenschaft diskutiert. Fragestellungen wie „Transformationspro­zess Energiewende – Chancen und Herausforderun­gen für die Industrie?“ oder „Energiewende – Jobmo­tor oder Jobkiller?“ stehen auf dem Programm.

Zur inhaltlichen Vertiefung finden am 2. November fünf Fachforen zu folgenden Themen statt:

  1. Stromspeicher im intelligenten Energiesystem
  2. Eigenversorgung – Entsolidarisierung oder notwendiges Element der Energiewende?
  3. Produktionstechnische Herausforderungen bei der Förderung und Speicherung von Stoffen im tiefen geologischen Untergrund
  4. Energiewende: (er)neuerbare Arbeitswelt
  5. Elektromobilität – Fluch oder Segen für die Stromnetze?

 

 

 

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