Prof. Dr. Joachim Schachtner

Vorsitzender des EFZN-Aufsichtsrates seit März 2020

„Seit dem Frühjahr 2020 begleite ich als Präsident der Technischen Universität Claus­thal das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen im Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden. In dieser Zeit hat mich besonders beeindruckt zu sehen, wie im EFZN als gemeinsames wissenschaftliches Zentrum von fünf niedersächsischen Universitäten die Natur- und Ingenieurwissenschaften mit den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zusammengeführt werden. Wenn man sich die Herausforderungen des Klimawandels und die damit einhergehende Transformation der Gesellschaft insgesamt vor Augen führt, kann man den Mehrwert eines derartigen Wissenschaftsnetzwerkes nicht hoch genug würdigen. Denn diese Fragen kann keine Disziplin alleine lösen, und zukünftig wird es noch viel mehr auf eine enge Kooperation über Fächergrenzen hinweg ankommen.  

Prof. Dr. rer. nat. Joachim Schachtner ist Präsident der TU Clausthal. Foto: © Privat

Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass es gelungen ist, das Selbstverständnis und diese Rolle des EFZN im Transformationsprozess zu definieren. So bekommt bei der Aufstellung der Forschungsschwerpunkte immer mehr die Schnittmenge von technikorientierter und gesellschaftswissenschaftlicher Energieforschung besondere Aufmerksamkeit. Auch mit der Formulierung von Vision, Mission und Leitbild hat das EFZN dieses besondere Merkmal seiner strukturellen Ausrichtung sehr prägnant herausgearbeitet.

Grundlage einer erfolgreichen Kooperation unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen ist zudem eine zielführende organisatorische Struktur. Auch hier hat das EFZN einen weiteren begrüßenswerten Schritt getan, indem es die Servicebereiche in seiner Geschäftsstelle bedeutend optimiert hat: der Forschungsservice und die Kontaktstelle Wissenschaft – Wirtschaft, Gesellschaft, Politik wurden in ihrer jetzigen Form implementiert.

Davon profitieren die Wissenschaftler:innen unmittelbar, da der Forschungsservice sie unter anderem bei Antragstellungen und Netzwerkarbeit unterstützt und ihnen so mehr Raum für die inhaltliche Forschung ermöglicht. Genauso profitiert der Brückenschlag von der Wissenschaft in die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft von dieser Nachjustierung. Das EFZN hat sich hier mit seiner Kontaktstelle gut aufgestellt – auch dies ist von fundamentaler Bedeutung, da sich die eingangs genannten großen Herausforderungen nur durch eine sehr gute Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft lösen lassen. Insgesamt befindet sich das EFZN aus Sicht des Aufsichtsrates auf einem sehr guten Weg bei den anstehenden Herausforderungen hin zu einer klimaneutralen und klimagerechten Gesellschaft.“

(Quelle: Auszüge aus einem Grußwort für den EFZN-Jahresbericht der Jahre 2020/2021)