Thema

Bislang hatte die Dialogplattform ausschließlich das Thema Power-to-Heat im Fokus. Mit der sechsten Veranstaltung sollen neben der Nutzung von Strom für Wärme- und Kälteanwendungen nun auch weitere Optionen zur Umsetzung einer umfassenden Wärmewende betrachtet und diskutiert werden. Der Scope der Veranstaltung erstreckt sich damit auf folgende innovative und weitgehend klimaneutrale Technologien und Systemkonzepte für die Versorgung mit Raumwärme, die Trinkwassererwärmung und gewerbliche bzw. industrielle Prozesswärme:

  • Systeme mit Wärmerzeugung aus Strom, insbesondere durch Widerstands-Heizungen oder Wärmepumpen (einschließlich Kälteerzeugung)
  • Wärme- und Kälteerzeugung durch thermische Prozesse, z. B. in Absorptions-Kältemaschinen
  • Systeme mit Kraft-Wärme-(Kälte-) Kopplungsanlagen, einschließlich Brennstoffzellen, dabei Fokus auf die Nutzung klimaneutraler Gase
  • Konventionelle Heizkessel (insbesondere Brennwerttechnik), sofern sie vorwiegend mit klimaneutralen Brennstoffen betrieben werden (hier insbesondere Technologien zur Bereitstellung dieser Brennstoffe)
  • Solarthermische Systeme (Gebäude und Freiflächen-Anlagen)
  • Innovative mehrvalente Systeme für Gebäude und Quartiere mit hocheffizienten Heizkesseln, solarthermischen Kollektoren, Wärmepumpen, KWK Anlagen etc., für den Bestand und Neubauten
  • Wärme- und Kältespeicher für Gebäude und Quartiere wie auch in industriellen Anlagen sowie innovative Wärme- und Kälteverteilung
  • Wärmerückgewinnungssysteme in Gebäuden und aus industriellen Prozessen sowie Systeme zur Abwärmenutzung
  • Effizienztechnologien zur Reduzierung des Wärme-/Kältebedarfs (inklusive Gebäudedämmung)

Folgende Aspekte sollen adressiert werden:

  • Effiziente und kostengünstige Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen,
  • Daraus resultierende Ausbaubedarfe für Erneuerbare-Energien-Anlagen, Nutzung lokaler Quellen wie z.B. Eigenstrom
  • Vermeidung lokaler Emissionen (z.B. bei der Verbrennung von Holz: Feinstaub, NOx, etc.)
  • Einfluss der betrachteten Systeme auf die Auslegung und den Betrieb von zukünftigen thermischen Kraftwerken (KWK und konventionelle Kraftwerke)
  • Technische Potenziale zur Erbringung von System- und Netzdienstleistungen durch eine geeignete Steuerung der Systeme (Flexibilität, Regelleistung, Netzentlastung vs. Netzmehrbelastung, Spannungshaltung, …)
  • Systemkonzepte und Einbindung in ggf. erforderliche Steuerungssysteme (Energiezellen, virtuelles Kraftwerk, Schwarmsysteme)
  • Vermarktung von System- und Netzdienstleistungen
  • Wechselwirkungen zwischen Wärme-, Gas- und Stromnetzen; Einordnung in das Gesamtbild Power-to-X
  • Potenziale von thermischen Speichern (verschiedene Zeitbereiche)
  • Bewertung der Systeme aus energetischer, betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Sicht
  • Aktuelle Rahmenbedingungen und Identifizierung wirtschaftlicher und regulatorische Hemmnisse

Ziele der Veranstaltung

  • Diskussion technischer, wissenschaftlicher, regulatorischer und wirtschaftlicher Fragestellungen
  • Systemvergleiche in Bezug auf Preise und Kosten (CAPEX, OPEX) und Potenziale zur Systemoptimierung
  • Technische Bewertungen innovativer Systeme zu ihrer Bedeutung für die Wärmewende, z. B. bezüglich Effizienz, CO2-Einsparung, Systemdienlichkeit und weiterer Kenngrößen
  • Austausch von Praxiserfahrungen aus bestehenden Anlagen und Versorgungskonzepten, Ergebnisse aus Gebäude-, Anlagen und Quartiers-Monitoring
  • Identifikation von neuen Fragestellungen für Forschung, Entwicklung, und Demonstration
  • Diskussion zur Gestaltung regulatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen und zum Abbau der heute noch vorhandenen Hemmnisse

Die zunehmende Interaktion von Strom-, Wärme-/Kälte- und Brennstoffmärkten erfordert eine sektoren-übergreifende Regulierung und eine faire und somit technologieneutrale Kostenverteilung auf alle Energieträger, damit die Potentiale aller Energieversorgungssysteme zur Ressourcenschonung und Minderung von Treibhausgasemissionen optimal und möglichst schnell ausgeschöpft werden können.

Zielgruppe

Zielgruppe der Veranstaltung sind Industrieunternehmen als Anbieter und Nutzer der betrachteten Systeme, Projektentwickler, Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen aus den Bereichen Strom, Gas, und Wärme, Energielieferanten (Öl, Flüssiggas, Biogas, Pellets …), Contracting-Unternehmen, Unternehmen der technischen Gebäudeausstattung und der Immobilienwirtschaft, Hochschulen und Forschungsinstitute, sowie Verbände und Fachministerien.

Abendveranstaltung

Zusätzlich zum wissenschaftlichen Tagungsprogramm wird eine Podiumsdiskussion organisiert, zu der auch Mitglieder des Bundestags und Mitarbeiter von Fachministerien eingeladen werden.

Call for Papers

Wir möchten Sie einladen, zu den genannten Themen einen Beitrag einzureichen, den Sie entweder als Vortrag halten und / oder als Poster vorstellen wollen. Bitte ordnen Sie Ihren Beitrag einem der drei nachgenannten Themenschwerpunkte zu:

  • Einsatzmöglichkeiten und Betriebserfahrungen
  • Systemintegration der Anlagen
  • Wirtschaftliche und regulatorische Fragestellungen

Dabei können jeweils alle Aspekte behandelt werden: Lösungen im großtechnischen Bereich mit vielen MW-Leistung bis hin zu Kleinanlagen im Leistungsbereich von wenigen kW, aber sehr hoher Zahl von Geräten.

Alle Informationen zum Call for Papers finden Sie hier.

Ausstellung

Parallel zur Tagung können Unternehmen in einer Fachausstellung ihre Produkte und Dienstleistungen einem fachkundigen Publikum präsentieren.
Nutzen Sie für Ihr Unternehmen die Möglichkeit einer Ausstellungsbeteiligung.
Weitere Informationen erhalten Sie von VDE|ETG, etgvdecom oder p2hefznde

Weitere Informationen

Die 6. Dialogplattform wird am 03. und 04. Dezember 2020 wieder gemeinsam von der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG) und dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie hier.