Thema

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine hat die Unabhängigkeit von den fossilen Energieträgern Öl und Gas eine noch größere Bedeutung bekommen. Neben dem großen Anteil, den die Defossilisierung des Wärmesektors zur Erreichung der Klimaziele beiträgt, erfordert jetzt auch das Ziel der Reduktion von Öl- und Gasimporten einen steigenden Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmesektor. Die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen – entweder direkt (Power-to-Heat) oder indirekt (Power-to-Gas) – sowie die Nutzung vielfältiger Effizienzpotenziale werden dabei im Vordergrund stehen müssen.

Zu Beginn der Veranstaltungsreihe hatte die Dialogplattform Power-to-Heat insbesondere das Thema direkte Nutzung von elektrischer Energie im Wärmesektor im Fokus. Mit der achten Veranstaltung soll der Fokus wiederum weiter gefasst und weitere Optionen zur Umsetzung einer umfassenden Wärmewende betrachtet und diskutiert werden. Die Themen der Veranstaltung erstrecken sich auf innovative und weitgehend klimaneutrale Technologien und Systemkonzepte für die Versorgung mit Raumwärme/-kälte, die Trinkwassererwärmung und gewerbliche bzw. industrielle Prozesswärme/-kälte.

Organisation

Nachdem auch die 7. Dialogplattform 2021 coronabedingt als Online-Veranstaltung durchgeführt werden musste, soll die 8. Dialogplattform am 14. und 15. Dezember 2022 wieder im Präsenz-Format stattfinden. Daher werden insbesondere der Dialog und die Diskussion im Vordergrund stehen, um den Teilnehmenden wieder ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch zu ermöglichen.

Die Veranstaltung wird wieder gemeinsam von der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ETG) und dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) durchgeführt.

Ziele der Veranstaltung

  • Diskussion technischer, wissenschaftlicher, regulatorischer und wirtschaftlicher Fragestellungen
  • Systemvergleiche in Bezug auf Preise und Kosten (CAPEX, OPEX) und Potenziale zur Systemoptimierung
  • Technische Bewertungen innovativer Systeme zu ihrer Bedeutung für die Wärmewende, z. B. bezüglich Effizienz, CO2-Einsparung, Systemdienlichkeit und weiterer Kenngrößen
  • Austausch von Praxiserfahrungen aus bestehenden Anlagen und Versorgungskonzepten, Ergebnisse aus Gebäude-, Anlagen- und Quartiers-Monitoring
  • Identifikation von neuen Fragestellungen für Forschung, Entwicklung, und Demonstration
  • Diskussion zur Gestaltung regulatorischer und rechtlicher Rahmenbedingungen und zum Abbau der heute noch vorhandenen Hemmnisse
  • Schaffung eines technologieoffenen „Level Playing Field“ für klimaneutrale Wärmebereitstellung

Die zunehmende Interaktion von Strom-, Wärme-/Kälte- und Brennstoffmärkten erfordert eine sektoren-übergreifende Regulierung und eine faire und somit technologieneutrale Kostenverteilung auf alle Energieträger, damit die Potentiale aller Energieversorgungssysteme zur Ressourcenscho-nung und Minderung von Treibhausgasemissionen optimal und möglichst schnell ausgeschöpft werden können.

In mehreren Diskussionsrunden sollen die kritischen Fragestellungen mit den Autoren und Teilnehmern diskutiert werden.

Zusätzlich zum wissenschaftlichen Tagungsprogramm wird eine Podiumsdiskussion organisiert, zu der auch Mitglieder des Bundestags und Mitarbeiter von Fachministerien eingeladen werden.

Zielgruppe

Zielgruppe der Veranstaltung sind Industrieunternehmen als Anbieter und Nutzer der betrachteten Systeme, Projektentwickler, Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen aus den Bereichen Strom, Gas, und Wärme, Energielieferanten (Öl, Flüssiggas, Biogas, Pellets, …), Contracting-Unter-nehmen, Unternehmen der technischen Gebäudeausstattung und der Immobilienwirtschaft, Hochschulen und Forschungsinstitute, sowie Verbände und Fachministerien.

Call for Papers

Wir möchten Sie einladen, zu den genannten Themen einen Beitrag einzureichen, den Sie entweder als Vortrag halten und/oder als Poster vorstellen wollen. Bitte ordnen Sie Ihren Beitrag einem der drei nachgenannten Themenschwerpunkte zu:

  • Einsatzmöglichkeiten und Betriebserfahrungen

  • Systemintegration der Anlagen

  • Wirtschaftliche und regulatorische Fragestellungen

Dabei können jeweils alle Aspekte behandelt werden: Lösungen im großtechnischen Bereich mit vielen MW Leistung bis hin zu Kleinanlagen im Leistungsbereich von wenigen kW, aber sehr hoher Zahl von Geräten.

Wie in den vergangenen Jahren sollen auch wieder die besten Poster prämiert werden.

Zum Call for Papers gelangen Sie hier (PDF-Datei) >