Minister Björn Thümler (5. von links) mit den Mitgliedern des Lenkungskreises und Referenten um den Präsidenten der TU Clausthal und Vorsitzenden des EFZN-Aufsichtsrates Professor Joachim Schachtner (links neben dem Minister) und den EFZN-Vorstandssprecher Professor Richard Hanke-Rauschenbach (rechts neben dem Minister). Foto: © EFZN

Foto: © EFZN

Foto: © EFZN

Foto: © EFZN

Der EFZN-Forschungsverbund Wasserstoff Niedersachsen hatte Anfang März 2020 zu seiner ersten Jahrestagung auf den Energie-Campus der TU Clausthal in Goslar eingeladen. Rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Arbeitsgruppen, die in Niedersachsen im Bereich Wasserstoff tätig sind oder tätig werden wollen, waren der Einladung gefolgt. Über zwei Tage hinweg tauschten sie sich in Klausur über laufende Wasserstoffforschung und zu zukünftigen gemeinsamen Forschungsthemen aus.

„Grüner Wasserstoff ist einer der wichtigen Bausteine für die Energiewende. Um Technologien zur Erzeugung und Speicherung weiterzuentwickeln, ist es wichtig, dass Forscherinnen und Forscher disziplinübergreifend zusammenarbeiten“, hob der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler, der die Veranstaltung eröffnete, die Bedeutung einer über die Fächergrenzen hinaus eng miteinander vernetzten Forschergemeinde hervor. „Die unter dem Dach des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen gegründete Wissenschaftsallianz Wasserstofftechnologie bündelt die in Niedersachsen vorhandenen Kompetenzen. Ziel ist es, mit diesem vorhandenen Know-how die niedersächsische Wasserstoffforschung zu vernetzen und gemeinsam erfolgreiche Konzepte für Niedersächsische Wasserstofftechnologien zu entwickeln. Die erste Jahrestagung des EFZN-Forschungsverbundes Wasserstoff bietet eine hervorragende Gelegenheit, noch enger zusammenzurücken und Wissen und Kräfte gemeinsam einzusetzen, um neue Forschungspotenziale zu identifizieren und die Niedersächsische Wasserstoffstrategie voranzubringen.“

Der EFZN-Forschungsverbund Wasserstoff Niedersachsen ist aus einem internen Forschungsworkshop hervorgegangen, den das EFZN im September 2018 in Goslar organisiert hatte. „Der Forschungsverbund trägt das EFZN-Label daher zu Recht“, erklärt Professor Richard Hanke-Rauschenbach von der Leibniz Universität Hannover, der dem Lenkungskreis des Forschungsverbundes angehört. „Die Jahrestagung hat sehr schön die Stärken der niedersächsischen Wasserstoffforschung sichtbar gemacht“, so Hanke-Rauschenbach. Diese lägen in den Bereichen Wasserstoffbereitstellung, Untergrundspeicherung, technische Verbrennung sowie die Weiterwandlung von Wasserstoff zu synthetischen Kraftstoffen und flankierten auf sehr gute Weise auch die Interessen der niedersächsischen Wirtschaft. Als besondere Stärke hebt Hanke-Rauschenbach die Kompetenzen im Bereich der so genannten Energiesystemanalyse hervor: „Hierbei geht es darum, mittels Modellen zu berechnen, wie die Energiewende vorangetrieben werden kann und welche Rolle Wasserstoff dabei spielt. Derartige Untersuchungen sind nicht nur für Unternehmen interessant, die in diesem Bereich nach Geschäftsmodellen suchen, sondern können auch der Landesregierung helfen, die Weichen im Bereich der Energiepolitik richtig zu stellen.“

Die zweite Jahrestagung wird nächstes Jahr höchstwahrscheinlich auch in Goslar stattfinden. „Goslar ist einerseits eine sehr schmucke Stadt, die mit ihren Gästen gut umzugehen weiß, und anderseits bietet Goslar mit den vorhandenen Hotels und insbesondere dem GoTEC-Tagungsbereich auf dem Energie-Campus ein professionelles Arbeits- und Tagungsumfeld“, merkt Hanke-Rauschenbach an, der Goslar übrigens regelmäßig auch als Startpunkt für Harz-Ausflüge mit seiner Familie nutzt.