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Eine Jahrestagung im Zeichen der Interdisziplinarität

| TEN-News

Mehr als 160 Beteiligte des Forschungsprogramms TEN.efzn kamen in Hannover zum ersten Jahrestreffen zusammen.

Bei diesem Treffen herrschte nach dem ersten Jahr gemeinsamer Arbeit im Programm „Transformation des Energiesystems Niedersachsen“ (TEN.efzn) Aufbruchstimmung für die weitere Laufzeit: Wie lassen sich die gemeinsamen Ziele noch besser umsetzen? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen noch enger verzahnen, noch weiter intensivieren? Was wollen wir konkret im Rahmen der Vorhabens umsetzen? Diese Fragen standen am 3. und 4. Dezember 2025 im Alten Rathaus Hannover im Fokus. 

Und die zwei Tage vergingen wie im Fluge – waren sie doch angefüllt mit zahlreichen Impulsen, Kurzvorträgen, Best-Practice-Beispielen und Reflexionsrunden zur Zielsetzung des Forschungsprogramms und zum Thema Interdisziplinarität. Persönliche Fachgespräche und die weitere Vernetzung kamen natürlich auch nicht zu kurz. Bereichert wurde der Austausch durch die Mitglieder des neu besetzten Wissenschaftlichen Beirats des efzn, der auch als Wissenschaftlicher Beirat für TEN.efzn fungiert.

Der Blick über den Tellerrand als Schlüssel für die Transformation

Interdisziplinarität ist der Game Changer für die Energiesystemtransformation und integraler Bestandteil von TEN.efzn. Durch sie kann etwa das Zusammenspiel zwischen technisch-naturwissenschaftlicher Energieforschung und sozialwissenschaftlicher Transformationsforschung gelingen, das TEN.efzn auszeichnet. Und gerade an den Schnittstellen der Disziplinen können unerwartete Ideen, neue Kooperationen und am Ende vielleicht sogar innovative Technologien entstehen.

„Die Welt ist geprägt von massiven gesellschaftlichen Veränderungen. Damit dieser Wandel gerecht und nachhaltig geschieht, muss insbesondere technisch-naturwissenschaftliche Forschung künftig über ihren disziplinären Tellerrand schauen. Interdisziplinarität ist zentral für wissenschaftliche Innovationen im Energiebereich“, betont Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, Sprecher des efzn-Vorstandes und Vorsitzender des TEN.efzn-Lenkungskreises. 

Darum nutzten die TEN.efzn-Forschenden die Zeit in ganz großer Runde, um gemeinsam vielfältige interdisziplinäre Anknüpfungspunkte zwischen den Forschungsschwerpunkten des Programms zu identifizieren. Diese neu entdeckten Verknüpfungen sollen in naher Zukunft in Arbeitsgruppen vertieft und über die gesamte Laufzeit des Programms weiter konkretisiert werden. 

Den Weg zu einem neuen Energiesystem geht man nur gemeinsam

Ergänzend zu diesem intensiven Austausch zeigten Best-Practice-Beispiele, etwa aus der Forschungsplattform Soziale Dynamiken der Energietransformation, Möglichkeiten auf, wie sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit in TEN.efzn noch weiter vertiefen lässt. Beteiligte des Transferbereichs von TEN.efzn machten anhand mehrerer Beispiele aus den Feldern Innovation und Weiterbildung zudem deutlich, wie zukünftig die Forschungsergebnisse des Programms in die Praxis umgesetzt und dabei ganz unterschiedliche Zielgruppen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit ins Boot geholt werden können – zum Wohle eines zukunftsfähigen und klimafreundlichen Energiesystems für Niedersachsen.

„In TEN.efzn ist diese Zukunftsvision jetzt schon Realität: mit der Integration von Sozial- und Geisteswissenschaften, von Interessensgruppen aus der Zivilgesellschaft und mit dem Fokus auf gelingenden Transfer für eine klimafreundliche und gerechte Transformation des Energiesystems in Niedersachsen. Das ist zweifellos herausfordernd, aber eine riesige Chance“, stellt Prof. Dr. Jannika Mattes, Co-Vorsitzende des TEN.efzn-Lenkungskreises, heraus.

Die Jahrestagung hat eines klar gemacht: Die Forschenden wollen diese Chance mit aller Kraft nutzen. Mit Schwung, frischen Ideen und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl startet TEN.efzn so in das zweite Jahr der gemeinsamen Arbeit an der Transformation des Energiesystems in Niedersachsen.

Über das Forschungsprogramm

Gegliedert in sechs eng miteinander verzahnte Forschungsplattformen vereint TEN.efzn die wesentlichen Stärken der niedersächsischen Energieforschung und erschließt darüber hinaus neue innovative Forschungsfelder. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dabei, dass die technisch-naturwissenschaftliche Energieforschung mit der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung verschränkt wird und somit eine breite Perspektive für die praktische Umsetzung entsteht.

Die Forschungsplattformen sind über ein neuartiges Transfersystem miteinander verbunden, das den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft fördert und die praxisnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Entwicklung von Innovationen und Start-ups unterstützt.

Aus dem Programm zukunft.niedersachsen fördern das Land und die VolkswagenStiftung das Verbundvorhaben von 2024-2029 mit insgesamt 58,2 Millionen Euro. Dies ist die höchste Fördersumme, die das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur jemals für ein standortübergreifendes Forschungsprogramm in der Energieforschung bewilligt hat.

 

Kontakt

efzn-Kommunikation
kommunikation@efzn.de

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Coming together: Die Beteiligten an TEN.efzn haben sich im Alten Rathaus Hannover zur ersten Jahrestagung getroffen. Foto: © Manuel Siebert/efzn

Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff begrüßt die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates bei der TEN.efzn-Jahrestagung. Foto: © Peter Heller/efzn

Interaktion: Aus dem Plenum gibt es interessierte Fragen und Anregungen. Foto: © Peter Heller/efzn

Wo und wie lässt sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit in TEN.efzn noch besser umsetzen? Die Koordinatoren der Forschungsplattformen fassen die zahlreichen Anregungen aus den digitalen Umfragen für das Plenum zusammen. Foto: © Peter Heller/efzn

Raum schaffen für ausgiebigen Austausch: Das wünschen sich die Programmmitarbeitenden auch für das nächste Treffen. Foto: © Peter Heller/efzn

Kurze Pause nach intensiver Arbeit. Foto: © Peter Heller/efzn

Zusammenfassung: Am Ende der ersten TEN.efzn-Jahrestagung steht die Reflexion. Foto: © Peter Heller/efzn

Die Möglichkeit zur Vernetzung auch in den Pausen wird gerne genutzt. Foto: © Peter Heller/efzn