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Soziale Dynamiken der Energietransformation

Die Energiewende ist nicht nur eine technisch herausfordernde, sondern auch eine tiefgreifende gesellschaftliche Aufgabe. Als zentrale soziale Herausforderung prägt sie unsere Gesellschaft schon heute in hohem Maße – mit weitreichenden Inplikationen für die Arbeitswelt, das Zusammenleben vor Ort und die Zukunft unseres Wohlstands. Themen wie Gerechtigkeit, gleichwertige Lebensverhältnisse und Gemeinwohl sind in diesem Zusammenhang zentral. 

Deshalb nimmt die Forschungsplattform Soziale Dynamiken der Energietransformation technologische Entwicklungen und soziale Dynamiken gemeinsam in den Blick und untersucht diese in drei Innovationsbereichen: Transition, Partizipation und kollektives Handeln, sowie Soziale Flieh- und Bindekräfte

Die Forschung zu sozialen Dynamiken, Konflikten und Veränderungen von Akteuerskonstellationen im Zuge der Energiewende wird trans- und interdisziplinär umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit den anderen Forschungsplattformen erfolgt auch und gerade an konkreten Beispielen – etwa an Industriestandorten, in Stadtquartieren und an (potenziellen) Geothermiestandorten in Niedersachsen. 

 

Mehr erfahren im Porträt der Forschungsplattform >

Die wichtigsten Forschungsziele im Überblick

  • Welche grundlegenden sozialen Dynamiken prägen die Energiewende?

  • Welche Ansätze gibt es für kollektives Handeln (u.a. von Bürger:innen) in der Energiewende?

  • Welche gesellschaftlichen Spannungen und Konflikte gehen mit der Energiewende einher?

     

Ziele, Methoden und Innovationsbereiche

Motivation und Forschungsansatz

Die Forschungsplattform ist über gemeinsame Fragestellungen und strukturierte Zusammenarbeit mit allen anderen Forschungsplattformen interdisziplinär verknüpft. Drei Teilprojekte bearbeiten übergreifende Fragestellungen, sechs Teilprojekte wenden sich je einem der Themen der technikwissenschaftlich ausgerichteten Forschungsplattformen zu. Die definierten Innovationsbereiche greifen unmittelbar ineinander und arbeiten eng zusammen. Standortübergreifend wird ein enger Austausch gewährleistet, in den auch das weitere gesellschaftswissenschaftliche Netzwerk des EFZN sowie das TEN.efzn eingebunden werden

Technologische Entwicklungen und soziale Dynamiken werden interdependent in den Blick genommen. Die Forschungsplattform bildet die konzeptionelle, integrierende Klammer von TEN.efzn und verfolgt die Zielsetzung die gesellschaftswissenschaftlichen Fragestellungen der Energiewende explizit als eigenen Forschungsbereich weiterzuentwickeln sowie in enger Abstimmung mit den technischen Forschungsplattformen die sozialen Dynamiken immer auch in ihrer Verbindung zur technischen Entwicklung zu betrachten.

 

Innovationsbereiche

Name

Forschungsfragen

I. Transition

Analyse zugrundeliegender sozialer Dynamiken, insb. Interaktionen, Macht-, Aushandlungs-, Normierungs- und Lernprozessen im Zusammenhang mit der Energietransformation.

II. Partizipation & Kollektives Handeln

Transdisziplinärer Forschungsansatz, um unterschiedliche Logiken des kollektiven Handelns in der Energiewende besser zu verstehen und strukturierte Ansätze für kollektives Handeln zu erarbeiten.

III. Soziale Flieh- und Bindekräfte

Analyse der gesellschaftlichen Spannungen und Konflikte, die Gemeinwohl und Zusammenhalt herausfordern, nach gerechter Gestaltung verlangen und die Chance auf Gleichwertigkeit bieten.

Beteiligte Institutionen

Die Plattform wurde beantragt durch 

  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e. V. an der Georg-August-Universität Göttingen
  • Universität Vechta

Sprecher:innen

Prof. Dr. Jannika Mattes
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Prof.in Dr.in Paula Bögel
Universität Vechta

Prof. Dr. Berthold Vogel
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V. an der Georg-August-Universität

Koordination

Julia Zilles
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)