Batterietechnologien
Batterietechnologie ist für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen relevant. Portable Geräte wie Mobiltelefone und Laptops wären ohne sie ebenso undenkbar wie kabellose Werkzeuge oder stationäre Stromspeicher, die für die Stromversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien erforderlich sind.
Diese Schlüsseltechnologie ist in Niedersachsen mit besonderem Schwerpunkt Gegenstand der Forschung der BLB+ - Braunschweig Labfactories for Batteries and more und des Batterie-Sicherheitscampus Deutschland (bsd).
BLB+ - Braunschweig Labfactories for Batteries and more
Das regionale Netzwerk BLB+ - Braunschweig Labfactories for Batteries and more bündelt die Kompetenzen der Forschungszentren Battery Labfactory Braunschweig (BLB), des Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells (CPC) und des Fraunhofer‑Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS.
Die Forschungszentren BLB und CPC vereinen dabei über 150 Forschende und zahlreiche Studierende der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Clausthal, des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) und der Leibniz-Universität Hannover aus Elektro‑ und Verfahrenstechnik über Metallurgie, Physik und Chemie bis hin zu Umwelt‑ und Wirtschaftswissenschaften. Durch die gemeinsam genutzten Infrastrukturen der Zentren mit Laboren und Pilotanlagen, u.a. am Forschungsflughafen Braunschweig, entsteht ein Modell der interdisziplinären Zusammenarbeit rund um die zirkuläre Batterieproduktion, das in Europa einzigartig ist.
Seit 2007 hat die BLB über 200 Batterieprojekte realisiert und mehr als 100 Promovierte in die Industrie entsandt.
Die BLB zählt zu den weltweit führenden Forschungsstandorten der zirkulären Fertigung von Lithium‑Ionen‑Zellen. In den Braunschweiger Einrichtungen werden Elektrodenbeschichtung, Zellassemblierung & -nutzung, Recycling und Materialsynthese im geschlossenen Stoffkreislauf bis zum industriellen Maßstab demonstriert. Mit den Eröffnungen des Fraunhofer ZESS in 2026 und des CPC Ende 2027 am Forschungsflughafen wird die Forschung auf neuartige Batterien wie Lithium- und Natrium-basierte Festkörperbatterien und Metall-Luft-Batterien sowie Brennstoffzellen und Elektrolyseure ausgeweitet.
Batterie-Sicherheitscampus Deutschland
Auf dem Batterie-Sicherheitscampus Deutschland (bsd) werden Forschungsarbeiten zur sicheren Anwendung von Batterien ausgehend von kleinen Halbzellen bis hin zu großen Batteriesystemen durchgeführt. Durch die besondere, systemübergreifende Bündelung von Kompetenzen aus der elektrochemischen Verfahrenstechnik, der Sensorik und weiteren Ingenieursdisziplinen, lassen sich komplexe Problemstellungen ausführlich bearbeiten.
Der Batterie-Sicherheitscampus Deutschland ist eine gemeinsame Initiative der Technischen Universität Clausthal (beteiligt sind das Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum - CUTEC - und das Forschungszentrum Energiespeichertechnologien - EST), des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (Abteilung Faseroptische Sensorsysteme), der Allianz für die Region GmbH, dem Landkreis und der Stadt Goslar, der Wirtschaftsförderung Region Goslar GmbH & Co.KG und der Wolfsburg AG.
Das Kernstück der apparativen Ausstattung des Batterie-Sicherheitscampus Deutschland stellt das Batterie- und Sensoriktestzentrum dar, welches auf 1.500qm Fläche unter anderem die Durchführung von elektrischen, dynamischen Belastungstests bis zu 1000V/1200A, das heißt 1,2MW, bis in Grenzbereiche hinein ermöglicht.
Niedersächsische Summer School Brennstoffzellen und Batterien
Informationen zur Niedersächsischen Summer School Brennstoffzellen und Batterien, in der aktuelle Themen der Brennstoffzellen- und Batterietechnologie im Detail beleuchtet und die dafür erforderlichen Grundlagen der Elektrochemie, Thermodynamik, Materialwissenschaft und Energietechnik vermittelt werden, finden Sie hier >