Die Weichen für die Zukunft stellen: Zwei Tage Klausur für das efzn
Intensiv und höchst produktiv: So gestalteten sich die Klausurtagungen von efzn und TEN.efzn im März.
Wie kann und will sich das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen als zentrale Forschungs-, Vernetzungs- und Kommunikationsplattform richtig gut aufstellen, um die Forschung im Energieland Nr. 1, also in Niedersachsen, deren Sichtbarkeit und Transfer entscheidend weiter voranzubringen? Diese Frage und potenzielle Lösungen standen im Fokus zweier Klausur-Tage im März.
Das efzn wächst und nimmt künftig assoziierte Mitglieder auf
Denn: Das efzn wächst. Künftig wird es Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Niedersachsen möglich sein, dem gemeinsamen wissenschaftlichen Zentrum der Universitäten Clausthal, Braunschweig, Göttingen, Hannover und Oldenburg als assoziierte Mitglieder beizutreten. Die Grundlage dafür bietet die aktualisierte efzn-Rahmenvereinbarung. Interessenten für diese Form der Kooperation gibt bereits mehrere.
Wie lassen sich diese künftigen neuen Mitglieder bestmöglich ins efzn integrieren? Welche weiteren Forschungsthemen lassen sich in einem wachsenden efzn-Verbund entwickeln und voranbringen? Was bedeutet das für die existierenden Forschungslinien und Forschungsknoten des efzn? Und welche strukturellen Änderungen sind damit, insbesondere für den Forschungsservice, verbunden?
Diesen Fragen stellten sich am 3. März Mitglieder des efzn-Vorstands, Koordinator:innen der Energieforschungsknoten, Mitglieder des efzn-Forschungsservice und Mitarbeiter:innen der efzn-Geschäftsstelle. Und begannen aufbauend darauf die Arbeit an einem entsprechenden Fahrplan und möglichen neuen Strukturen.
Den Blick richten auf Wirkungen und Erwartungen
Tag zwei stand ganz im Zeichen des Verbundforschungsprogramms TEN.efzn (Transformation des Energiesystems Niedersachsen). Nach knapp anderthalb Jahren Projektlaufzeit nutzten Mitglieder des TEN.efzn-Lenkungskreises, die Koordinator:innen der Forschungsplattformen und des Bereiches Transfer sowie Mitarbeiter:innen des TEN.efzn-Programmbüros die Gelegenheit zu einer intensiven, ehrlichen Standortbestimmung: Was wurde seit der Klausur-Tagung im März 2025 erreicht?
Ein weiterer Fokus der Tagung lag mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehende Zwischenevaluation auf den Feldern Inputs und Outputs. Welche Erwartungen haben die verschiedensten Stakeholder an das interdisziplinäre, standortübergreifende Forschungsprogramm, in dem 180 Forschende von 18 Forschungspartnern in sechs Plattformen die wesentlichen Stärken der niedersächsischen Energieforschung miteinander verzahnen? Welche an den Transferbereich, der die praxisnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Entwicklung von Innovationen und Start-ups unterstützt? Und welche dieser Erwartungen lassen sich realistisch erfüllen?
Schaffen nachhaltiger Strukturen für den Transfer
Auf der einzigartigen Struktur von TEN.efzn, das technisch-naturwissenschaftliche Energieforschung mit der sozialwissenschaftlichen Transformationsforschung verbindet und die Forschungsergebnisse über ein neu aufgebautes Transfersystem in den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft einbringen will, ruhen schließlich große Hoffnungen für eine klimaneutrale Zukunft.
Die Tagenden beschäftigten sich intensiv mit den geäußerten Erwartungen – und stellten fest, dass die meisten dieser Themenfelder innerhalb der Erwartungscluster bereits von den Plattformen und Transferbereichen adressiert werden. Bereits zur Zwischenevaluation wird einiges davon sogar bereits zumindest teilweise umgesetzt sein.
Insbesondere beim Anlegen eines Transferverständnisses, das nicht nur rein auf Ausgründungen fokussiert, zeigt sich, welches Potenzial TEN.efzn mit Blick auf langfristigen Impact hat. So sieht die im Aufbau befindliche Transferstrategie ausdrücklich das Schaffen von nachhaltigen Strukturen vor, beispielsweise im Bereich der Unterstützung von Startups und in der Weiterbildung.
TEN.efzn wird bis Herbst 2029 mit rund 58,2 Millionen Euro aus zukunft.niedersachsen gefördert, dem gemeinsamen Wissenschaftsförderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.
Mitglieder des efzn-Vorstands, Koordinator:innen der Energieforschungsknoten, Mitglieder des efzn-Forschungsservice und Mitarbeiter:innen der efzn-Geschäftsstelle beim efzn-Klausurworkshop in Hannover. © Andree Späth/efzn