Das EFZN ist ein gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der Universitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg.

An den Universitätsstandorten werden die Forschungsaktivitäten unter Heraushebung eigener Schwerpunkte in inneruniversitären Forschungsverbünden – den „Energieforschungsknoten“ – koordiniert. Disziplinübergreifend arbeiten Forscherinnen und Forscher aus den Ingenieurwissenschaften, den Naturwissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften im EFZN zusammen. Zentrales Fundament der Kooperation der fünf beteiligten Universitätsstandorte ist ein systemischer, transdisziplinärer Forschungsansatz und darauf aufbauend die Abstimmung einer gemeinsamen Energieforschungsagenda im Land Niedersachsen.

Nationale und internationale Verbundforschung wird in den EFZN-Forschungslinien und -Querschnittsforschungsbereichen „Solar- und Windenergie“, „Vernetzte Energiesysteme / Sektorenkopplung“, „P2X-Technologien“, „Materialwissenschaften“ und „Gesellschaftswissenschaften“ betrieben. 

Neben der Entwicklung und Durchführung von gemeinsamen Forschungsarbeiten stellt das EFZN eine dauerhafte Vernetzungs- und Kommunikationsplattform der beteiligten Universitätsstandorte dar. Dabei bleibt die Vernetzung der Akteure nicht auf die wissenschaftliche Sphäre begrenzt. Vielmehr gilt es, auch die Bereiche Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in die Diskussionsprozesse zu integrieren, um transdisziplinär umsetzbare Lösungen bei der Transformation des Energiesystems zu entwickeln. Um den erforderlichen Austausch zu aktuellen Fragen der Energieforschung sicherzustellen, führt das EFZN gemeinsam mit seinen Partnern zahlreiche Fachveranstaltungen durch.

Zur Zusammenarbeit im EFZN, den Aktivitäten und Zielen äußerte sich Vorstandssprecher Professor Carsten Agert anlässlich seiner Amtseinführung:

„Als wir das EFZN im Jahr 2015 in ein gemeinsames wissenschaftliches Zentrum der fünf beteiligten Universitäten umwandelten, nahmen wir zunächst eine landesweite Bestandsaufnahme der Themen und Akteure in der Energieforschung vor. Auf dieser Basis gaben wir dem EFZN eine neue inhaltliche Struktur, die als sogenannte EFZN-Forschungslinien wiederzufinden sind. Innerhalb dieser Struktur haben wir uns für die kommenden Jahre viel vorgenommen: Wir wollen die Vernetzung der fünf EFZN-Standorte erhöhen, gemeinsame Projekte initiieren und die niedersächsische Energieforschung als Ganzes sichtbarer machen – national genauso wie international. Darüber hinaus streben wir an, den Dialog zwischen Forschung, Gesellschaft und Wirtschaft durch attraktive Tagungsformate zu bereichern. Wer für eine bestimmte Fragestellung einen Ansprechpartner in der niedersächsischen Energieforschung sucht, soll das EFZN als die zentrale Plattform wahrnehmen, die kompetente und umfassende Antworten gibt sowie den Kontakt zu den ausgewiesenen Experten an den Mitgliedshochschulen herstellen kann.

EFZN-Vorstandssprecher Professor Carsten Agert.                              Foto: DLR

Niedersachsen hat das Potenzial, das Energieland Nr. 1 zu sein. Es geht uns darum, unser Bundesland dabei zu unterstützen, national und international entsprechend erfolgreich zu sein.

Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen werde ich mich dafür einsetzen, dass wir als niedersächsische Energieforscher eine starke und selbstbewusste gemeinsame Identität entwickeln. Wenn uns das gelingt, sollten wir in zehn Jahren national und international als leistungsfähiges Netzwerk  bekannt und geschätzt sein. Ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen.“