Die deutsche Umwelthilfe veranstaltete im Rahmen ihrer vom Bundesumweltministerium geförderten Reihe „Forum Synergiewende“ am 30.11. und 01.12.2020 eine Webkonferenz zum Thema „Synergiewende mit grünem Wasserstoff“. Niedersachsen stand bei dieser Veranstaltung im Fokus - das EFZN war einer der Kooperationspartner.

Im Rahmen der Online-Konferenz wurde am Beispiel Niedersachsen aufgezeigt, in welchen Sektoren grüner Wasserstoff einen Beitrag zur Erreichung der Treibhausgasneutralität leisten kann und wie mögliche Projekte aussehen können. Sektorenkopplung stellt ein vielversprechendes Prinzip dar, um die Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität intelligent miteinander zu verbinden. Ziel ist es, den Einsatz Erneuerbarer Energien zu erhöhen und die Energieversorgung damit möglichst vollständig zu dekarbonisieren.

Grüner Wasserstoff als vielfältig einsetzbarer Energieträger gewinnt als ein Schlüsselelement der Energiewende zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Niedersachsen besitzt ein hohes Potential für dessen Erzeugung mithilfe von Windkraft. Neben Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wird er die dritte Säule der Energiewende werden. Der aus Erneuerbaren Energien hergestellte Wasserstoff ermöglicht es, CO2-Emissionen vor allem im Industrie- und Verkehrssektor dort einzusparen, wo insbesondere technische Alternativen wie Energieeffizienz und die direkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien nicht oder nur unzureichend möglich sind.

In einem moderierten Gespräch mit Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, und Frau Dr. Zapreva, Vorstandsvorsitzende bei enercity AG und Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat, wurden die Chancen für die Sektorenkopplung mit und regionale Wertschöpfung durch grünen Wasserstoff in Niedersachsen diskutiert. Ein Input von Professor Dr.-Ing. Richard Hanke-Rauschenbach, Leibniz Universität Hannover und Vorstandssprecher des Energie-Forschungszentrum Niedersachsen, beleuchtete die Rolle des grünen Wasserstoffs für die Defossilisierung des Gesamtenergiesystems. Präsentationen von zwei industriellen Praxisbeispielen aus Niedersachsen mit anschließender Diskussion sowie eine virtuelle Blitzlichtrunde mit verschiedenen relevanten Akteur*innen ergänzten die Online-Konferenz.

 

Präsentationen:

Vortrag „Wasserstoff als Energieträger und Rohstoff: Zu dessen Rolle bei der Defossilisierung des Gesamtenergiesystems“, Professor Dr.-Ing. Richard Hanke-Rauschenbach, Leibniz Universität Hannover und Vorstandssprecher des Energie-Forschungszentrum Niedersachsen: Die Präsentation können Sie hier herunterladen.

Vortrag „CO2NVERSION – Für eine klimaneutrale Transformation der Chemieindustrie“, Detlev Wösten, H&R GmbH & Co. KGaA: Die Präsentation können Sie hier herunterladen.

Vortrag „GET H2 Nukleus: umfangreiche CO2-Einsparungen im Industriesektor durch erstes öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz“, Lisa Willnauer, RWE Generation SE und Frank Heunemann, Nowega GmbH: Die Präsentation können Sie hier herunterladen.

Digitale Blitzlichtrunde: Die Präsentationen können Sie hier herunterladen.

 

Kontakt:

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Christine Lind

Tel.: 030 2400867-968

E-Mail: lindduhde