Foto: Christian Ballé

EFZN-Vorstandssprecher Professor Carsten Agert und EFZN-Professor Richard Hanke - Rauschenbach (LUH), der die Abschlussdiskussion leitete.


Foto: Christian Ballé

NET 2018 (von links): Dr. Wolfgang Dietze (EFZN-Geschäftsführer), Torsten Seemann (Siemens AG), Dr. Berend Lindner (Staatssekretär im Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung), Franz-Wilhelm Löbe (Siemens AG), Professor Carsten Agert (Vorstandssprecher EFZN).


Die bislang freigegebenen Vorträge und die Ergebnisdokumentation finden Sie unten!

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Luftqualität in unseren Städten ist die Elektromobilität – und hierbei insbesondere die batterieelektrische – in den vergangenen Monaten ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit getreten. Weniger Beachtung finden dagegen Konzepte, die in einigen Anwendungsbereichen möglicherweise sogar die besseren Alternativen bieten könnten. Mit den 11. Niedersächsischen Energietagen sollte daher die bisher eher eindimensionale Betrachtung um weitere Lösungen ergänzt werden. Unter dem Titel „Mobilität der Zukunft – was treibt uns an?“ diskutierten im Alten Rathaus in Hannover am 20. und 21. November 2018 rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dieses insbesondere auch für Niedersachsen hochaktuelle Thema. Schirmherr der 11. Niedersächsischen Energietage war Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Dr. Bernd Althusmann.

Um die Diskussion über die Mobilität der Zukunft auf eine breitere Basis zu stellen, nahmen die Energietage zum einen die vier Hauptverkehrsträger Straße, Schiene, Wasser und Luft gleichermaßen in den Blick. Zum anderen behandelten inhaltlich vertiefte Diskussionen in vier Fachforen neben dem Umgang mit knappen Ressourcen und den Fragen nach den notwendigen Infrastrukturen und möglichen Antriebstechnologien für die Mobilität der Zukunft auch verschiedene Mobilitätskonzepte für ländliche und urbane Räume, in denen der Mensch als Subjekt der Mobilitätswelt im Mittelpunkt stand. Den besonderen Wert dieses Ansatzes hob Staatssekretär Dr. Berend Lindner, der stellvertretend für Minister Althusmann die Tagung eröffnete, in seinem Begrüßungsvortrag hervor. Denn die Mobilitätswende brauche ganzheitliche Lösungen. Dafür sei die Auseinandersetzung mit dem gesamten Spektrum von einer ehrlichen Debatte über die tatsächliche CO2-Belastung der Elektromobilität bis hin zu einem gesamtgesellschaftlichen Dialog über Mobilitätsbedürfnisse essentielle Voraussetzung.

Die Vielfalt der zu beachtenden Aspekte spiegelte sich auch in den Lösungsansätzen wider, die im Laufe der Tagung herausgearbeitet wurden. Die eine Antwort auf die Frage nach der Mobilität der Zukunft existiert nicht. Vielmehr braucht es diverse Energieträger und Konzepte für die diversen Anwendungen. So werden nach Überzeugung der Teilnehmenden batterieelektrische Antriebe in der Zukunft ebenso ihren Platz haben wie etwa wasserstoffbasierte, je nachdem welche Anforderungen an Reichweite oder Transportkapazitäten der jeweiligen Mobilitätsanwendung gestellt werden. Gemein ist vielen Ansätzen die Bedeutung des Zuwachses der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien. Von verschiedenen Seiten und vor unterschiedlichen Hintergründen wurde ein beschleunigter Ausbau und Transfer der Erneuerbaren für eine erfolgreiche Mobilitätswende gefordert. In diesem Zusammenhang müsse man sich die Radikalität der Klimaschutzziele, die bis 2050 erreicht werden sollen, immer wieder ins Bewusstsein rufen, sagte EFZN-Vorstandssprecher Professor Carsten Agert.

Unter der Fragestellung „Mobilität der Zukunft: Wann geht’s (endlich) los?“ diskutierten zum Abschluss der 11. Niedersächsischen Energietage in einem hochrangig besetzten Podium um Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies und Wolfgang Müller-Pietralla, dem Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer der Volkswagen AG, weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie, Gesellschaft und Wissenschaft. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass die Mobilitätswende keinen Aufschub mehr duldet, wenn die ambitionierten für das Jahr 2050 definierten Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Als ein wichtiger Impulsgeber der Mobilitätswende wird die Digitalisierung gesehen, etwa bei der Optimierung des Verkehrsflusses oder für Nachfrage gesteuerte Mobilitätsangebote. „Die Chancen der Digitalisierung werden unsere Mobilität enorm verändern“, zeigte sich Minister Lies überzeugt. 

Stellvertretend für das Programmkomitee der 11. Niedersächsischen Energietage zeigte sich EFZN-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Dietze in seinem Schlusswort sehr zufrieden mit Ablauf und Resonanz. Die verschiedenen Beiträge der Veranstaltung hätten wieder einmal gezeigt, wie wichtig es sei, sich bei der Transformation des Energiesystems gesellschaftsübergreifend über die Ziele einig zu werden und in die gleiche Richtung zu gehen. Elementare Grundlage dafür sei der transdisziplinäre, disziplinübergreifende Dialog, den das EFZN u.a. mit den Niedersächsischen Energietagen immer wieder anstoßen wolle.    

Die Ergebnisse der Niedersächsischen Energietage wurden auch in diesem Jahr als NET-Ergebnisbroschüre zusammengefasst. Diese finden Sie nebenstehend.

 

Nachfolgend finden Sie die bislang freigegebenen Vorträge:

 

1. Tag: Dienstag, 20.11.2018

 

Begrüßung

Prof. Dr. Carsten Agert,
Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg,
Vorstandssprecher Energie-Forschungszentrum Niedersachsen

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Eröffnungsansprache

Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

 

Herausforderungen der Mobilität im Kontext gesellschaftlicher Transformationskonzepte

Prof. Dr.-Ing. Richard Hanke-Rauschenbach,
Leibniz Universität Hannover,
Energie-Forschungszentrum Niedersachsen

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Mobilität der Zukunft auf der Straße – Herausforderungen und Lösungsansätze

Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor,
TU Braunschweig,
Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik

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Der Glanz der Schiene: Schneller - Effizienter - Zuverlässiger

Dr. Andreas Steingröver,
Siemens Mobility GmbH

 

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Herausforderungen an die moderne Schifffahrt von morgen – als Teil der Logistikkette und als nachhaltiges Verkehrsmittel

Prof. Dr. Marcus Bentin,
Hochschule Emden/Leer

 

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Bausteine für die Energiewende in der Luftfahrt

Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer,
TU Braunschweig

 

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Fachforen

  1. Zukünftige Mobilität mit knappen Ressourcen
  2. Notwendige Infrastrukturen für die Mobilität der Zukunft
  3. Antriebstechnologien für die Mobilität von morgen
  4. Mobilitätskonzepte für ländliche und urbane Räume
 

 

Fachforum 1: Zukünftige Mobilität mit knappen Ressourcen

 

Herausforderungen für die Rohstoffversorgung im Rahmen der Mobilitätswende

Dr. Peter Buchholz, Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

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Elektrofahrzeug & Co. – wie ist die Umweltbilanz alternativer Fahrzeugantriebe?

Hinrich Helms, ifeu – Institut für Energieund Umweltforschung, Heidelberg

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Elektromobilität in der Region Lüneburg

Dr. Alexander Stark, Landkreis Harburg

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Die Rolle strombasierter Kraftstoffe für die Verkehrswende

Dr. Urs Maier, Agora Verkehrswende

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Effizienzsteigerung in der Öl- und Gasindustrie durch neue Technologien

Prof. Dr. Sven Krüger, Baker Hughes – a GE company

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Fachforum 2: Notwendige Infrastrukturen für die Mobilität der Zukunft

 

Energiewende zum Anfassen – Wasserstofftechnologie bei EWE GASSPEICHER

Tobias Moldenhauer, EWE AG

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Elektromobil mit Wasserstoff: 3 Minuten tanken, 750 km weit fahren, null Emissionen

Sybille Riepe, H2 MOBILITY

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Infrastrukturentwicklung von LNG- und Multi Fuel Tankstellen

Pier Tiedema, POC-Transport, Norbert Handke, INGHA Ingenieurbüro

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Infrastruktur-Analyse zur Sektorenkopplung Strom und Verkehr

Dr.-Ing. Martin Robinius, Forschungszentrum Jülich

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Notwendige Infrastrukturen für eine weitgehend verstromte Mobilitätswelt

Niklas Frerking, Avacon Netz GmbH

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Bitte wenden: Infrastruktur für neue Mobilität durch Data Science und KI

Nanke Gerhard Steenhusen, IAV GmbH

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Fachforum 3: Antriebstechnologien für die Mobilität von morgen

 

LNG als bester fossiler Energieträger für Schiffe und Brücke zu den Erneuerbaren

Gerhard Untiedt, Meyer Werft GmbH & Co. KG

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Brennstoffzellen für Züge

Stefan Schrank, Alstom Transport Deutschland GmbH

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Verbrenner mit synthetischen Kraftstoffen

Prof. Dr. Friedrich Dinkelacker, Leibniz Universität Hannover

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Vollelektrische Fährschiffe und batteriebetriebene Flugzeuge

Torsten Seemann, Siemens AG

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Fachforum 4: Mobilitätskonzepte für ländliche und urbane Räume

 

Mobilität und Stadtraum – wie Veränderungen im Modal Split das Gesicht unserer Städte beeinflussen

Florian Holik und Silke Lubahn, Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik, TU Braunschweig

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Integrierte neue Mobilitätskonzepte – Chancen und Risiken von verkehrsmittelübergreifenden Lösungsansätzen

Dr. Dirk Wittowsky, ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

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EcoBus – Grundlage der Mobilitätsforschung: Ein nachhaltiges integriertes und öffentlich getragenes Mobilitätssystem für Land und Stadt

Prof. Dr. Stephan Herminghaus, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen

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Grüner Wandel der Logistik – Maßnahmen und Innovationen für eine erfolgreiche CO2-Reduzierung im Güterverkehr

Sven Peterhammer, DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, Oldenburg

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Digitalisierter und automatisierter Verkehr: Die Chancen für unsere Gesellschaft

Dr. Meike Jipp, DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik, Braunschweig

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Abendveranstaltung im Restaurant Atrium des Alten Rathauses, Hannover mit freundlicher Unterstützung der Siemens AG:

Die Zukunft der Mobilität liegt im Energiesystem

Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter Zukunftsforschung und Trendtransfer, Volkswagen AG

 

2. Tag: Mittwoch, 21.11.2018

 

Batteriezellenfertigung als Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität – Forschungsstandort Niedersachsen, Fertigungsstandort Deutschland

Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade, TU Braunschweig

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