Niedersachsen verfügt nicht nur über ein hohes Potenzial für die Windenergienutzung, sondern hat als großes Flächenland unter allen Bundesländern auch das zweitgrößte Potential zur Solarenergienutzung. Da sich Solar- und Windenergie saisonal ergänzen, kann Niedersachsen durch konsequenten Ausbau beider Technologien ganzjährig besonders viel Erneuerbare Energie nutzen.

Solarenergie

Die Solarenergie lässt sich fast überall in kleinen und in großen Systemen einsetzen, ist schon heute für viele Anwendungen wirtschaftlich und hat eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Aus diesen Gründen ist die Solarenergienutzung weltweit auf einem schnellen Vormarsch. Die weltweiten Investitionen in solare Energieerzeugung überstiegen 2017 erstmals 100 Milliarden Dollar. Dieser wachsende Markt bietet auch Unternehmen aus Niedersachsen Chancen; sei es beim Planen, Errichten und Betreiben von solaren Energiesystemen, bei der Fertigung von Komponenten, die in Solarenergiesystemen genutzt werden, sowie im Maschinenbau für Produktions- und Inspektionsanlagen.

Der Bereich Solarenergie innerhalb der Forschungslinie wird durch das Institut für Solarenergieforschung GmbH (ISFH), einem An-Institut der Leibniz Universität Hannover, und durch Forschende der Technischen Universität Braunschweig, der Leibniz Universität Hannover sowie der  Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wahrgenommen. Die anwendungsnahe Solarforschung ist durch intensive Kooperationen mit der Industrie geprägt. Zentrale Fragestellungen der Solarenergieforschung betreffen nicht nur die Weiterentwicklung der Komponenten für eine kostengünstige erneuerbare Energieversorgung, sondern auch die Integration der Solarenergie in unser Energiesystem für eine hohe Versorgungssicherheit.

Windenergie

Windenergie ist eine der tragenden Säulen unseres zukünftigen Energiesystems. Das Potential der Strombereitstellung durch Windenergieanlagen an Land und auf See ist enorm. Das Zusammenspiel der immer größer und effizienter werdenden Windenergiesysteme ist komplex und nur durch eine aktive Begleitung dieser Evolutionen durch eine gut aufgestellte Forschungs- und Entwicklungslandschaft können weitere große Fortschritte in Sachen Kostensenkung und Zuverlässigkeit erreicht werden.

Der Bereich Windenergie innerhalb der Forschungslinie wird durch das gemeinsam von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Leibniz Universität Hannover und der Universität Bremen betriebene Zentrum für Windenergieforschung – ForWind – wahrgenommen. ForWind vereint die wissenschaftliche und technische Expertise von rund 30 Instituten und Gruppen aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Informatik und Wirtschaftswissenschaft. Von den externen Bedingungen, wie turbulenten Winden, Wellen und Strömungen, über die Anlagentechnik, vom Rotor bis zum Fundament, bis hin zur Integration in das Energiesystem erforscht ForWind das komplexe Zusammenspiel all dieser Bereiche im Windenergiesystem. Die zahlreichen Kooperationen mit der Industrie in Verbundprojekten sowie die Organisation von Qualifizierungsprogrammen, Workshops und Fachtagungen erlauben dabei einen schnellen und effektiven Transfer neuer Erkenntnisse und Innovationen.

Forschungsinfrastruktur

An den Universitätsstandorten stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Forschungslinie umfassende Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung.

Mehr zur Forschungsinfrastruktur

Foto: ISFH

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Prof. Dr.-Ing. Martin Achmus

Institut für Geotechnik (IGtH), Hannover

Prof. Dr. Carsten Agert

Institut für Physik, DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, Oldenburg

Prof. Dr. Katharina Al-Shamery

Institut für Chemie, Oldenburg

Prof. Dr.-Ing. Rolf Brendel

Institut für Festkörperphysik (FKP), Hannover, Institut für Solarenergieforschung (ISFH), Hameln

Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel

Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia), Braunschweig

Prof. Dr.-Ing. habil. Lutz Hofmann

Institut für Elektrische Energiesysteme (IfES), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Oliver Kastner

Institut für Thermodynamik (IfT), Hannover, Institut für Solarenergieforschung (ISFH), Hameln

Prof. Dr. Martin Kühn

Institut für Physik, Oldenburg

Prof. Dr. Christoph Lienau

Institut für Physik, Oldenburg

Prof. Dr.-Ing. Ludger Lohaus

Institut für Baustoffe (IfB), Hannover

Prof. Dr. Laura Lukassen

Institut für Physik, ForWind, Oldenburg

Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Heinz Lux

Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD), Clausthal

Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx

Institut für Massivbau (IfMA), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Axel Mertens

Institut für Antriebsysteme und Leistungselektronik (IAL), Hannover

Prof. Dr. sc. nat. H. Jörg Osten

Institut für Materialien und Bauelemente der Elektronik (MBE), Hannover

Prof. Dr. Robby Peibst

Institut für Materialien und Bauelemente der Elektronik (MBE), Hannover, Institut für Solarenergieforschung (ISFH), Hameln

Prof. Dr. Joachim Peinke

Institut für Physik, Oldenburg

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Poll

Institut für Maschinenkonstruktion und Tribologie (IMKT), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Bernd Ponick

Institut für Antriebssysteme und Leistungselektronik (IAL), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter

Institut für Windenergiesysteme (IWES), Hannover

Prof. Dr.-Ing. habil. Raimund Rolfes

Institut für Statik und Dynamik (ISD), Hannover

Prof. Dr. Sascha Schäfer

Institut für Physik, Oldenburg

Prof. Dr.-Ing. Peter Schaumann

Institut für Stahlbau, Hannover

Prof. Dr.-Ing. habil. Torsten Schlurmann

Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen (FI), Hannover

Prof. Dr. Jan Schmidt

Institut für Festkörperphysik (FKP), Hannover, Institut für Solarenergieforschung (ISFH), Hameln

Prof. Dr. Gunther Seckmeyer

Institut für Meteorologie und Klimatologie (IMUK), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Jörg Wallaschek

Institut für Dynamik und Schwingungen (IDS), Hannover

Prof. Dr.-Ing. Peter Werle

Institut für Elektrische Energiesysteme (IfES), Hannover